Künstliche Intelligenz im BVDW

KI ist der Auslöser einer tektonischen Verschiebung in Wirtschaft und Gesellschaft.

Wir stehen am Start eines ökonomischen Supercycles, der entsteht, wenn eine Grundlagentechnologie das Spiel neu ordnet. Genau das erleben wir jetzt.

 

KI verändert Geschäftsmodelle.

KI verschiebt Wertschöpfungsketten.

KI ordnet Machtverhältnisse neu.

KI greift in gesellschaftliche Strukturen ein. 

Fortschritt gestalten. Kontrolle bewahren. Menschen mitnehmen.

Die Digitale Wirtschaft steht 2026 in einer neuen Realität: Die Branche wird schneller – will dabei aber die Kontrolle nicht verlieren. Sie möchte neue Technologien nutzen, ohne Menschen und Organisationen zu überfordern.
Genau in dieser Spannung entsteht die eigentliche KI‑Realität unserer Zeit. Künstliche Intelligenz ist kein reines Technologiethema. Sie ist eine Frage von Steuerbarkeit, Verantwortung und Anschlussfähigkeit, für Unternehmen, Märkte und Gesellschaft.

Diese Entwicklung markiert eine tektonische Verschiebung der digitalen Wertschöpfung. Grundlagen, die lange stabil waren, werden neu geordnet. Für uns als BVDW bleiben dabei drei strategische Koordinaten zentral:

Daten – Kreativität – Verantwortung

Sie beschreiben, wie Wert entsteht und wofür wir als Verband stehen. Doch im KI‑geprägten Supercycle verändern sich ihre Rollen. Was bisher nebeneinanderstand, greift heute ineinander. Was früher einzelne Disziplinen waren, wird jetzt zur Systemfrage. Als BVDW antworten wir darauf nicht mit punktuellen Anpassungen. Wir denken Daten, Kreativität und Verantwortung neu, unter den Bedingungen einer KI-geprägten Realität.

DATEN

Daten sind die Grundlage für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Im KI-Supercycle verändern sie jedoch ihre Funktion: Wert entsteht nicht mehr durch Besitz, sondern durch intelligente Nutzung und operative Übersetzung in skalierbare Entscheidungen. Daten werden zum strategischen Produktionsfaktor und entscheiden über Effizienz, Marktposition und technologische Souveränität.
Für uns heißt das: Wir stehen für eine chancenorientierte Datenpolitik, die Innovation ermöglicht und Deutschlands Zukunftsfähigkeit sichert.

KREATIVITÄT

Kreativität schafft Lösungen, Erlebnisse und neue Perspektiven. Mit KI wird sie vom Ausdruck zur skalierbaren Gestaltungskraft: Ideen entstehen schneller, Produktion wird effizienter, Distribution wird personalisierter. Der Mensch bleibt Impulsgeber, KI erweitert den Möglichkeitsraum.
Für uns heißt das: Wir stärken kreative Wertschöpfung im KI-Zeitalter und befähigen Unternehmen, Technologie als Gestaltungsinstrument für Innovation und Wachstum zu nutzen

VERANTWORTUNG

KI verändert Geschäftsmodelle, Kommunikation und gesellschaftliche Strukturen tiefgreifend. Verantwortung wird damit zur Systemfrage: Transparenz, Fairness, Governance und Vertrauen müssen strukturell integriert werden, nicht nachgelagert. Verantwortung ist kein Hemmnis, sondern Voraussetzung für Akzeptanz, Skalierung und nachhaltiges Wachstum.
Für uns heißt das: Wir verbinden Innovation mit klaren Leitplanken und machen verantwortungsvollen KI-Einsatz zum Wettbewerbsvorteil.

Unser Wertversprechen an unsere Mitglieder

  • Exklusive Informationen mit echtem strategischem Mehrwert
  • Ein starkes Netzwerk, das Orientierung gibt und relevante Marktakteure verbindet
  • Qualifizierung, die konkrete Herausforderungen adressiert und Wettbewerbsfähigkeit sichert
  • Verlässliche Leitplanken, damit Innovation verantwortungsvoll skalieren kann.
  • Eine starke Stimme, die die Interessen der Digitalen Wirtschaft in einer Phase struktureller Neuordnung vertritt.

Wie wir unsere Arbeit strukturieren

Künstliche Intelligenz betrifft heute nahezu alle Bereiche der Digitalen Wirtschaft. Entsprechend breit, horizontal vernetzt und dynamisch sind auch die Fragestellungen, mit denen sich unsere Mitglieder beschäftigen.
Um Orientierung zu geben und wirksam zu arbeiten, bündeln wir unsere KI‑Aktivitäten im BVDW in einer klaren, nachvollziehbaren Struktur.

Dabei wird Katharina Jäger, Head of Innovation & Technology im BVDW als zentrale KI‑Orchestratorin fungieren. Sie übernimmt die strategische Koordination aller KI‑Aktivitäten im Verband, vernetzt gemeinsam mit allen Programm-Manager*innen Labs und Projektgruppen und sorgt für eine gemeinsame inhaltliche Ausrichtung, damit wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern das Thema KI in allen Working Groups bearbeiten können.

 

Vernetzt statt isoliert

Ein zentrales Prinzip unserer KI-Aktivitäten lautet dabei: KI ist kein Silo‑Thema, weswegen es eine  enge Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern benötigt. Unser Anspruch ist es, synergievoll, ressourcenschonend und effizient zu arbeiten – abgestimmt als Verband und zugleich offen für unterschiedliche Blickwinkel. Dafür vernetzen wir unsere KI‑Aktivitäten bewusst über Labs und Projektgruppen hinweg. Erkenntnisse werden geteilt, gebündelt und weiterentwickelt, statt parallel oder isoliert zu entstehen. So schaffen wir gemeinsame Orientierung und vermeiden Doppelarbeit. Gleichzeitig bringen unsere Mitglieder ihre unterschiedlichen Perspektiven entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette ein. Genau diese Vielfalt ermöglicht es uns, technologische, wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen ganzheitlich zu betrachten und als BVDW fundiert, abgestimmt und wirksam zu positionieren.

Monatlicher KI-Statuscall - Dein Einstieg

Du möchtest Dich im BVDW zum Thema Künstliche Intelligenz engagieren, Dir aber zunächst einen Überblick verschaffen, welche Themen aktuell vorangetrieben werden und wer bereits aktiv dabei ist? Dann bietet Dir unser monatliche KI‑Statuscall den idealen Einstieg. Der KI‑Statuscall ist unser zentrales, horizontales Austauschformat für alle Mitglieder, die sich mit KI befassen oder künftig in unsere Arbeit einbringen möchten.

Im Mittelpunkt des Calls steht zunächst unser KI‑Radar, der einen kompakten Überblick über aktuelle KI‑Themen, politische Entwicklungen sowie strategisch relevante KI‑News aus dem BVDW gibt. Ergänzt wird dies durch Einblicke in unser Projekt‑Portfolio: Projektverantwortliche Mitglieder berichten über den Stand laufender KI‑Projekte und Querschnitts‑Labs. Darüber hinaus erhältst du einen Überblick über kommende Termine und weitere Beteiligungsmöglichkeiten. Natürlich möchten wir auch gemeinsam in einer offenen Diskussionsrunde mit Dir in den Austausch gehen, damit der KI‑Statuscall nicht nur ein Informations‑, sondern auch ein aktives Gestaltungsformat für die KI‑Arbeit im BVDW ist.

Übersicht aller KI-Working Groups, Labs und Projektgruppen im BVDW

Working Group Künstliche Intelligenz
Die Working Group Künstliche Intelligenz bildet das Dach für alle KI‑Aktivitäten im BVDW. Sie sorgt für strategische Abstimmung, inhaltliche Vernetzung und eine gemeinsame Richtung. Die Working Group Künstliche Intelligenz fokussiert auf die gewinnbringende und verantwortungsvolle Nutzung künstlicher Intelligenz in der Digitalen Wirtschaft. Unser Ziel ist es, kreative Ansätze für den Einsatz von KI-Technologien in der Wertschöpfungskette zu entwickeln und dabei ethische, soziale sowie rechtliche Herausforderungen zu adressieren und Lösungswege aufzuzeigen.
Wir stärken das KI-Verständnis, bauen Barrieren ab und ermutigen zur kreativen Exploration neuer Anwendungen. Durch aktiven Wissensaustausch erschließen wir wirtschaftliches Potenzial, fördern Innovationskraft und sichern verantwortungsvolle Nutzung. Wir treiben die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Politik und Wissenschaft voran, um die Entwicklung der KI-Technologie in Deutschland nachhaltig zu gestalten. Unsere Expert*innen in der Working Group Künstliche Intelligenz arbeiten in drei Labs: Lab AI Value Chain, Lab AI Technology & Lab AI Responsibility.

Lab AI Value Chain
Das Lab „Value Chain“ behandelt die chancen-orientierte Veränderung der Wertschöpfungskette der Digitalen Wirtschaft. Ziel ist es, die Fragestellungen rund um neue, KI-gestützte Geschäftsmodelle, der Werterstellung und Vergütung zu beantworten, beispielsweise das Erarbeiten von neuen Wegen in der Kreation und Produktion von Content & Assets.

 
Lab AI Technology
Das Lab „AI Technology“ behandelt die technologische und strategische Entwicklung und Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Digitalen Wirtschaft. Wir streben an, die technologische Brücke zwischen Entwicklung und Anwendung von KI zu schlagen. Dabei ist unser Ziel aufzuklären, die Bildung zu fördern, und Transparenz innerhalb der Entwicklung von KI-Modellen sicherzustellen, bevor KI-Anwendungen in die Wertschöpfungskette integriert werden.Lab AI Responsibility
Das Lab AI Responsibility behandelt die Herausforderungen einer verantwortungsvollen Nutzung von künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, bei der Entwicklung von Lösungen zu unterstützen, die den ethischen, sozialen und rechtlichen Herausforderungen durch KI gerecht werden, um eine nachhaltige und positive Auswirkung auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt sicherzustellen.  Zudem streben wir einen politischen Austausch an, um als Digitale Wirtschaft der Politik in ihrer Entscheidungsfindung flankierend zur Seite zu stehen
 
Verantwortlich im BVDW: Katharina Jäger, Head of Innovation & Technology
Hier geht*s zur Gremienseite.
Politische Arbeitsgruppen

AG Data & (Future) Technology
Die AG wird aus der Homebase geleitet und bündelt die Interessenvertretung für Datennutzungsthemen. Dabei werden die Mitglieder und deren Expertise eng in den Prozess eingebunden. Ziel ist die reaktive und proaktive Interessenvertretung gegenüber politischen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Stakeholdern. Themen sind Technologien, die auf Datennutzung beruhen wie Künstliche Intelligenz aber auch Immersive Experiences (XR). Der Fokus liegt auf der Regulierung von KI. Darunter fallen die Umsetzung der KI-Verordnung auf europäischer und nationaler Ebene sowie die untergeordneten legislativen Maßnahmen. 

Verantwortlich im BVDW: Janek Kuberzig, Public Affairs Manager (Future) Data & Tech

AG Data Driven Markets
Die AG wird aus der Homebase geleitet und bündelt die Interessenvertretung für Wettbewerbs- und Medienfragen. Dabei werden die Mitglieder und deren Expertise eng in den Prozess eingebunden. Ziel ist die reaktive und proaktive Interessenvertretung gegenüber politischen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Stakeholdern.

Verantwortlich im BVDW: Katharina Czarnian, Senior Public Affairs Managerin Data Driven Markets

OVK | Workstream Auswirkung KI/LLMs auf die Geschäftsmodelle der Publisher/Vermarkter

Der Workstream „Untersuchung der Auswirkung von KI/LLM-Systeme auf das Geschäftsmodell von Publishern und Vermarktern“ agiert als strategisches Schutzschild und Innovationsmotor für die digitale Publishing-Landschaft in Zeiten der KI-Revolution. Wir begegnen der radikalen Verschiebung von Traffic-Strömen und der Entwertung redaktioneller Inhalte durch generative Systeme mit fundierter Analyse und kollektiver Handlungsfähigkeit. Unsere Mission ist es, die technologische Souveränität von Publishern und Vermarktern zu sichern, indem wir Transparenz über Datenabflüsse schaffen und effektive Kontrollmechanismen gegenüber KI-Crawlern etablieren.

[Mitarbeit ist nur für OVK Mitglieder und Publisher möglich.]

Verantwortlich im BVDW: Nicole Dreyer, Senior Programm Managerin

Working Group Search | Arbeitsgruppe: Auswirkung KI/LLMs auf Search

Die Arbeitsgruppe „Auswirkung KI/LLMs auf Search/Future of Search“ agiert als strategischer Navigator für die Evolution von SEO und SEA in einer KI-geprägten Informationslandschaft. Wir begegnen dem Wandel von klassischen Suchergebnislisten hin zu GEO, indem wir neue Strategien für die organische Sichtbarkeit und die Performance-Steuerung definieren. Unsere Mission ist es, die Auffindbarkeit von Marken im Spannungsfeld zwischen traditionellem Keyword-Marketing und KI-gestützter Intent-Optimierung nachhaltig zu sichern.

Verantwortlich im BVDW: Jana Hamalides, Senior Manager Audit & Certification

Working Group Digital Audio | Lab Innovation x Audio

Das Lab Audio x Innovation fokussiert sich auf die transparente Darstellung und Erforschung neuester Audiotechnologien. Ziel des Labs ist es, die neuesten Entwicklungen und Innovationen im Bereich der Audiotechnologie offenzulegen. Wir setzen uns dafür ein, ein klares Verständnis für die Potenziale und Herausforderungen von Innovationen zu schaffen und eine Brücke zwischen Entwickler*innen, Unternehmen und Verbraucher*innen zu bilden. Durch unsere Arbeit streben wir danach, die Integration neuer Audiotechnologien in den Markt zu erleichtern und gleichzeitig Standards für Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit zu setzen. Durch eine frühzeitige Identifikation disruptiver Technologien und Entwicklungen ermöglicht das Lab, dass sich die Audiobranche proaktiv auf Marktveränderungen vorbereiten und technologische Standards setzen kann.

Verantwortlich im BVDW: Katharina Jäger, Head of Innovation & Technology & Irina Schmitz, Unit Lead Commerce & Retail

Working Group Retail Media Ecosystem | Lab Retail Media x KI

Das Lab Retail Media x KI setzt sich dafür ein, das Potenzial Künstlicher Intelligenz im Retail Media verantwortungsvoll und zukunftsorientiert zu erschließen. Das Ziel ist es, die Mitglieder dabei zu unterstützen, datengetriebene Innovationen strategisch zu nutzen, Markttransparenz zu fördern und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Handel zu sichern. Durch Wissenstransfer, Vernetzung und praxisnahe Orientierung wird die Branche in einem dynamischen, technologiegetriebenen Umfeld gestärkt.

Verantwortlich im BVDW: Irina Schmitz, Unit Lead Commerce & Retail

Initiative E-Commerce | Lab AI Commerce

Das Lab AI Commerce ist der strategische Impulsgeber, der technologische Entwicklungen in zukunftssichere Geschäftsmodelle und handlungsorientierte Empfehlungen übersetzt – auf Basis eines fundierten theoretischen Rahmens. Als Teil des BVDW befähigen wir die Branche, Spielregeln für ein intelligentes Commerce-Zeitalter aktiv mitzugestalten – eines, das Innovation mit Transparenz, Wettbewerb und Konsumentensouveränität verbindet, ohne deren Zielkonflikte auszublenden. Wir begleiten die Branche bei der Navigation durch unterschiedliche Reifegrade – von der punktuellen AI-Optimierung bestehender Onlineshops und -Marktplätze bis hin zu vollständig autonomen Einkaufsagenten, die parallel koexistieren.

Verantwortlich im BVDW: Irina Schmitz, Unit Lead Commerce & Retail

Working Group Digitale Arbeitswelten | Taskforce Arbeitsmarktveränderungen & Leadership

Unter dem Oberthema „Arbeitsmarktveränderungen in der Digitalen Wirtschaft“ beschäftigt sich die Working Group Digitale Arbeitswelten insbesondere mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer*innen. Dabei geht es um grundsätzliche Veränderungen des Arbeitsmarktes, die Herausforderungen an moderne Führung sowie Reskilling und Upskilling angesichts eines angespannten Arbeitsmarktes durch die Veränderungen durch die KI Transformation.

Verantwortlich im BVDW: Beatriz Bilfinger, Senior Programm Managerin 

Working Group Digital Responsibility | Taskforce MFA & Brand Safety

Das Thema Brand Safety im KI‑Kontext ist beim BVDW im Bereich Digital Responsibility verankert und wird dort federführend bearbeitet werden. Daraus ergibt sich folgendes Vorgehen: Zunächst erfolgt eine gemeinsame Definitionsarbeit mit allen interessierten Mitgliedern und den relevanten Fachgruppen. Anschließend werden die Perspektiven aus KI, Programmatic und Social Sustainability konsolidiert. Auf dieser Basis wird ein gemeinsames Verständnis mit klaren Leitplanken abgeleitet. Abschließend werden die Ergebnisse in ein Paper sowie in weitere BVDW‑Formate überführt.

Verantwortlich im BVDW: Beatriz Bilfinger, Senior Programm Managerin 

Working Group Content Creation & Influencer Marketing | KI‑gestützte Content‑ & Creator‑Wertschöpfung
Die Working Group beschäftigt sich mit der Rolle von Künstlicher Intelligenz im Influencer‑ und Content‑Marketing entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern analysieren wir, wie KI Content‑Erstellung, Creator‑Auswahl, Kampagnensteuerung und Performance‑Messung verändert und welche Chancen, Risiken und neuen Verantwortlichkeiten daraus entstehen. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen, Best Practices zu entwickeln und als BVDW eine abgestimmte, praxisnahe und verantwortungsvolle Position zu KI‑gestützten Ansätzen im Creator‑Ökosystem zu erarbeiten.
 
Working Group Programmatic Advertising | Lab Agentic Media Buying (in Gründung)
Die Aufgabe des Lab Agentic Media Buying ist es, die nächste Entwicklungsstufe des (programmatischen) Mediahandels fachlich einzuordnen und aktiv mitzugestalten. Im Fokus stehen die Analyse neuer AI‑Standards und Protokolle sowie die präzise Definition dessen, was „Agentic Media Buying“ im Kontext von Media Buying und Programmatic Advertising konkret bedeutet. Das Lab bewertet die Auswirkungen agentengetriebener Modelle auf das gesamte Ökosystem – von DSPs und SSPs über Datenstrategien bis hin zu Messung, Attribution und Fraud‑Prevention – und arbeitet daraus Chancen, Risiken und zentrale Herausforderungen heraus. Auf dieser Basis entstehen praxisnahe Arbeitspapiere und Leitlinien für Advertiser, Agenturen und AdTech‑Anbieter. Als Querschnittslab fördert es zudem die enge Vernetzung mit anderen KI‑bezogenen Arbeitsgruppen und Workstreams, um konsistente Perspektiven und Anschlussfähigkeit im Markt sicherzustellen.

Du willst Dich auch persönlich austauschen?

Kein Problem. Neben unseren Online‑Austauschformaten bieten wir regelmäßig auch Präsenzformate an, denn der persönliche Austausch ist uns besonders wichtig. Er schafft Raum für vertiefende Gespräche, intensives Networking und neue Impulse. Im direkten Austausch hast Du die Möglichkeit, Dich persönlich mit anderen Mitgliedern und mit Exper*tinnen aus dem KI‑Umfeld zu vernetzen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Gleichzeitig kannst Du Dein berufliches Netzwerk gezielt erweitern und neue Kontakte knüpfen.

Es lohnt sich also!
Sei direkt dabei beim nächsten KI-Meet Up am Mittwoch, den 25. März in Köln. Die Teilnahme ist kostenfrei. 
Melde dich jetzt an und werde Teil eines inspirierenden Austauschs rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Wir freuen uns auf dein Kommen!

HIER GEHTS ZUR EVENTSEITE

Wir brauchen Eure KI und Agentic Cases!

Wir werden regelmäßig von Presse, Medien und Partnern, aber auch intern im BVDW, nach konkreten und belastbaren KI‑ und Agentic‑AI‑Use‑Cases gefragt. Zahlen, Studien und Einschätzungen gibt es viele – was oft fehlt, sind reale Einblicke in die Praxis

Genau hier brauchen wir Dich! Teil Deine Erfahrungen, Projekte und Learnings aus dem Einsatz von KI und agentischen Systemen. Helft mit, abstrakte Entwicklungen greifbar zu machen und aus Theorie konkrete Anwendungsfälle werden zu lassen. Reiche Deinen Case im nachfolgenden Formular ein. Weitere Informationen findest Du dort. 

Für mehr Transparenz, Einordnung und Orientierung.

0%

aller befragten Personen aus der breiten Öffentlichkeit sagen, dass sie sich nicht vorstellen können, Aufgaben vollständig von einer KI erledigen zu lassen. [07/25]

0%

aller befragten Unternehmen planen derzeit keinen Einsatz von KI-Agenten. [07/25]

0%

aller befragten Unternehmen setzen bereits KI-Agenten ein. [07/25]

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der Bevölkerung starten 2025 ihre Online-Suche auf klassischen Suchmaschinen. [11/25]

0%

der Branche treffen Maßnahmen für den Suchwandel, jedoch meist ohne strategischen Rahmen. [11/25]

CALL FOR AI & AGENTIC USE CASES
Jetzt Case Einreichen!

Veröffentlichungen zum Thema Künstliche Intelligenz

Du möchtest auch inhaltlich zum Thema Künstliche Intelligenz auf dem Laufenden bleiben? Dann bist Du auch hier richtig. Auf dieser Seite haben wir alle Veröffentlichungen unserer Arbeitsgruppen zum Thema KI für Dich gebündelt. Sie geben einen transparenten Überblick über aktuelle Positionen, Studien, Leitfäden und Impulse aus der inhaltlichen Arbeit unserer Gruppen und zeigen, welche Themen wir im Bereich KI aktiv vorantreiben.

Wenn du noch tiefer einsteigen möchtest, steht dir außerdem unser KI‑Glossar zur Verfügung. Dort haben wir unsere aktuell wichtigsten Begriffe, Konzepte und Definitionen rund um Künstliche Intelligenz übersichtlich zusammengefasst. Das Glossar dient als gemeinsame Wissensbasis, erleichtert die Orientierung im komplexen KI‑Diskurs und unterstützt Dich dabei, Diskussionen, Projekte und Veröffentlichungen besser einzuordnen.

BVDW KI-Glossar

KI-Agenten

KI-Agenten stehen für eine neue Generation intelligenter Softwaresysteme, die mithilfe Künstlicher Intelligenz eigenständig Aufgaben ausführen und dabei im Sinne eines Menschen oder Systems handeln. Ein KI-Agent
ist ein autonomes digitales System, das Künstliche Intelligenz nutzt, um Aufgaben eigenverantwortlich zu planen, auszuführen, zu bewerten und kontinuierlich anzupassen. Er verfügt über die Fähigkeit zum Reasoning, also zur eigenständigen,logischen Schlussfolgerung. Das bedeutet: Ein KI-Agent kann komplexe Aufgaben analysieren, daraus Handlungsstrategien ableiten, Entscheidungen treffen und seine Aktionen flexibel an neue Informationen anpassen und das mit möglichst geringer menschlicher Unterstützung. Sie interagieren aktiv mit ihrer digitalen Umgebung, verarbeiten kontinuierlich große Datenmengen und treffen Entscheidungen auf Basis integrierter Technologien wie Machine-Learning-Algorithmen, natürlicher Sprachverarbeitung (NLP) oder Planungsverfahren. Ziel ist stets die effektive und zielgerichtete Erfüllung einer definierten Aufgabe, wobei das Verhalten des Agenten dynamisch optimiert wird.

Die technologische Grundlage bilden moderne KI-Modelle, insbesondere große Sprachmodelle (Large Language Models),maschinelles Lernen und multimodale Verarbeitungsfähigkeiten für Text, Sprache, Bilder und Code. Damit übersteigen
KI-Agenten funktional klassische Chatbots oder digitale Assistenten deutlich. Sie verfügen zusätzlich über Autonomie,Gedächtnis, Werkzeugnutzung und rollenbezogene Kompetenzen, die sie kontextsensibel einsetzen.

In komplexen Marketing-Ökosystemen können solche KI-Agenten auch in Form von Multiagentensystemen eingesetzt werden. Dabei übernehmen mehrere spezialisierte Agenten unterschiedliche Rollen, vergleichbar mit einem Team von
Marketingexpert*innen und stimmen ihre Aktionen aufeinander ab, um gemeinsam optimale Ergebnisse zu erzielen. Im Unterschied zu klassischen Automatisierungslösungen können KI-Agenten komplexe Aufgaben eigenständig analysieren,
priorisieren und ausführen, teils auch im Austausch mit anderen Agenten oder Menschen.

Quelle: Next Level Künstliche Intelligenz: Warum KI-Agenten die Spielregeln verändern, BVDW 2025

Agentic AI

Agentic AI bezeichnet eine neue Entwicklungsrichtung und Denkweise der Künstlichen Intelligenz, in der Systeme nicht nur auf Eingaben reagieren, sondern proaktiv Ziele verfolgen, eigenständig handeln und kontinuierlich lernen.
Der Begriff umfasst Technologien, Ansätze und Prinzipien zur Gestaltung von KI-Systemen mit agentenhaften Eigenschaften wie Autonomie, Reasoning und adaptivem Verhalten.

Quelle: Next Level Künstliche Intelligenz: Warum KI-Agenten die Spielregeln verändern, BVDW 2025

KI-Assistent

Ein KI-Assistent unterstützt die Nutzenden bei der Erledigung von Aufgaben. Er reagiert auf Anfragen oder Prompts, liefert relevante Informationen und führt einfache Aufgaben aus. Während er Empfehlungen geben
kann, bleibt die endgültige Entscheidungsverantwortung stets bei den Nutzenden. Die Interaktion ist reaktiv, der Assistent wird nur auf konkrete Nutzeranfragen aktiv.

Quelle: Next Level Künstliche Intelligenz: Warum KI-Agenten die Spielregeln verändern, BVDW 2025

Retrieval-Augmented Generation (RAG)

Retrieval-Augmented Generation (RAG) ist ein technologischer Ansatz, der die Anfragen an ein beliebiges Large Language Model (LLM) um eigene Daten und Informationen anreichert, um relevantere und präzisere Antworten zu erzeugen. Ein
RAG-System verbindet dabei zwei Welten: die Informationsabfrage (Retrieval) und die Textgenerierung (Generation). Im Kern ermöglicht RAG einem LLM, auf Informationen zuzugreifen, die nicht Teil der ursprünglichen Trainingsdaten waren.
Anstatt sich ausschließlich auf das Wissen aus dem Training zu verlassen, kann ein RAG-System während der Anfrage dynamisch zusätzliche Informationen aus externen Quellen abrufen und in seine Antworten integrieren. Diese Quellen umfassen Dokumente, Datenbanken (durch einen semantischen Layer), das Web oder APIs zu Tools und Systemen.

RAG bildet damit die Grundlage, um mit eigenen Unternehmensdaten innerhalb von KI-Prozessen zu arbeiten – wie ein belesener Assistent, der sich vor jeder Antwort noch einmal gezielt in der Unternehmensbibliothek informiert.

Quelle: Retrieval-Augmented Generation (RAG): Wissen gezielt nutzen, Antworten präzise generieren, 2025

Large Language Model (LLM)

Ein Large Language Model (LLM) ist ein künstliches neuronales Netzwerk, das auf Deep-Learning-Verfahren basiert und speziell für die Verarbeitung und Erzeugung natürlicher Sprache entwickelt wurde. Bekannte Modelle wie GPT (Generative Pretrained Transformer) von OpenAI oder LLaMA von Meta nutzen die sogenannte Transformer-Architektur – deren zentrales Element die Attention-Mechanismen sind. Diese ermöglichen es dem Modell, relevante Zusammenhänge zwischen Wörtern
im Kontext zu erkennen und damit auch komplexe sprachliche Strukturen zu erfassen.

LLMs sind darauf ausgelegt, Sprachmuster zu erkennen, Fragen zu beantworten, Texte zu verfassen oder Inhalte zusammenzufassen. Sie werden mit großen Mengen an Textdaten trainiert, um statistische Muster, sprachliche Strukturen und semantische Zusammenhänge zu erfassen. Dadurch sind sie in der Lage, vielfältige Aufgaben wie Textverständnis, Übersetzung, Texterstellung oder die Beantwortung von Fragen auszuführen – oft mit beeindruckender Kohärenz und sprachlicher Präzision. Klassische LLMs verarbeiten dabei ausschließlich Text als Eingabe und Ausgabe. Multimodale Systeme, die zusätzlich mit Bildern, Audio oder anderen Medienformaten arbeiten, greifen auf spezialisierte Komponenten außerhalb des eigentlichen Sprachmodells zurück.

Quelle: Large Language Models: Potenziale, Prinzipien und Perspektiven, 2025

Sechs BVDW Prinzipien für eine ethische KI
  • Fairness: KI-Systeme sollen niemanden diskriminieren oder benachteiligen.
  • Transparenz: Die Funktionsweise von KI-Systemen soll einsehbar sein.
  • Erklärbarkeit: KI-Entscheidungen sollen erklärbar sein.
  • Datenschutz: Der Schutz personenbezogener Daten soll gewährleistet sein.
  • Sicherheit: Fehlfunktionen, Manipulationen und Missbrauch sollen verhindert werden.
  • Robustheit: KI-Systeme sollen auch unter unsicheren Bedingungen funktionieren.

Quelle: Verantwortungsvolle KI für die Digitale Wirtschaft, 2024

BVDW-Verständnis von Future of Search

„Future of Search“ beschreibt den technologischen und strukturellen Wandel hin zu einem hybriden Suchökosystem, getrieben durch KI-Tools und verändertes Nutzerverhalten. Klassische, navigierende Suchmaschinen bestehen fort, werden jedoch zunehmend durch multimodale, dialogorientierte Assistenzsysteme und autonome Agenten ergänzt. Kernmerkmal ist die Verschiebung von der „Suche nach Links“ zur „Suche nach Antworten“. Der Fokus verlagert sich folglich von reiner Traffic- und Ranking-Optimierung hin zur Bereitstellung strukturierter, maschinenlesbarer Informationen und zur Etablierung von Markenautorität.

Quelle: The Answer Economy Wie KI-gestützte Antwortsysteme Geschäftsmodelle, Sichtbarkeit und Wertschöpfung neu ordnen, 2026

Generative Engine Optimization (GEO)

GEO (Generative Engine Optimization): Ein methodischer Ansatz zur Aufbereitung digitaler Inhalte, damit diese von generativen KI- und Assistenzsystemen erfasst, semantisch verstanden und als präferierte Quelle priorisiert werden. Ziel ist die direkte Integration der Informationen in synthetisierte Antworten oder autonome Prozesse. Damit ergänzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung um neue Dimensionen, insbesondere Zitierfähigkeit, Datenvalidität, semantische Eindeutigkeit und Markenautorität innerhalb KI-gestützter Interaktionen.

Quelle: The Answer Economy Wie KI-gestützte Antwortsysteme Geschäftsmodelle, Sichtbarkeit und Wertschöpfung neu ordnen, 2026

Human Traffic und Non‑Human Traffic

Human Traffic bezeichnet alle Zugriffe auf digitale Angebote, die durch echte menschliche Nutzer*innen erfolgen. Diese Zugriffe entstehen durch bewusstes Navigieren, Lesen, Klicken oder Interagieren mit Inhalten über Browser, Apps oder andere Nutzeroberflächen. Charakteristisch für Human Traffic ist, dass er: auf menschlicher Entscheidung und Aufmerksamkeit beruht, Reichweite, Nutzung und Engagement abbildet, die Grundlage für Monetarisierung, Werbung, Abonnements oder andere Geschäftsmodelle darstellt. Human Traffic wird in der Regel über klassische Web‑Analyse‑Kennzahlen wie Sitzungen, Verweildauer, Klicks oder Conversions gemessen.

Non‑Human Traffic bezeichnetim Gegensatz dazu alle Zugriffe auf digitale Angebote, die nicht von Menschen, sondern von automatisierten Systemen (Bots) erzeugt werden.  Diese Zugriffe erfolgen programmatisch und ohne unmittelbare menschliche Interaktion mit der jeweiligen Webseite.  Non‑Human Traffic umfasst unter anderem: Suchmaschinen‑Crawler zur Indexierung von Inhalten, Analyse‑, Monitoring‑ oder Verifikations‑Bots, KI‑Crawler und Trainings‑Bots, Scraping‑, Spam‑ oder andere automatisierte Zugriffe.

Nicht jeder Non‑Human Traffic ist per se schädlich oder unerwünscht; seine Bedeutung hängt vom Zweck des Zugriffs und vom Mehrwert für den Betreiber des Angebots ab. Gleichzeitig kann Non‑Human Traffic Reichweitenmessung, Monetarisierung und Infrastrukturbelastung deutlich beeinflussen. 

Quelle: Medienwandel durch KI, So bringen Publisher und Medienhäuser Transparenz in Bot- und Crawling-Aktivitäten, 2026

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Katharina Jäger
Leiterin Innovation & Technology
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