BVDW Convention 2026: From Buzzword to Business
Die letzten Jahre der KI-Transformation waren vor allem von theoretischen Überlegungen, Einzelexperimenten und Pilotprojekten geprägt. Damit aus technologischem Fortschritt echte Wertschöpfung entstehen kann, müssen operative Erfahrungen nun flächendeckend in konkrete Praxisanwendungen fließen.
Hier setzte die gestrige Sommer-Convention des BVDW in der Factory in Berlin Mitte an. Unter dem Motto „From Buzzwords to Business“ trafen sich die Verbandsmitglieder, um sich über ihre KI-Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und konkrete Anwendungsfälle aus der Praxis zu diskutieren.
„Die Convention lebt von euren Themen und eurer aktiven Rolle in der digitalen Transformation“, sagte Carsten Rasner, Geschäftsführender Vorstand des BVDW zur Begrüßung. „Wichtig ist, dass wir unsere Learnings teilen und ins Doing kommen, um konkrete Wege zu entwickeln, wie sich digitale Geschäftsmodelle im KI-Zeitalter skalieren lassen.”

In seiner Eröffnungskeynote betonte Maks Giordano zudem: „Wir müssen uns konsequent fragen: Was wollen wir mithilfe von KI eigentlich erreichen.” Dieser sprach im Anschluss im Fireside Chat mit Laura Seiffe (Zeit Verlagsgruppe) darüber, wie generative KI die Wertschöpfung, Rollen und Organisation neu sortiert.

Danach wechselte die Convention in interaktive Deep-Dive-Sessions. Statt Frontalvorträgen standen Diskussionen und konkrete Praxisbeispiele im Fokus.
Björn Kaspring (Ströer Media Solutions) und Alwin Viereck (United Internet Media) leiteten den ersten Deep Dive: „Von Traffic zu Value: Wie KI die Monetarisierung von Publishern & Vermarktern neu ordnet“. Mit den Teilnehmer*innen sprachen sie darüber, wie KI-basierte Suchsysteme die Wertschöpfung im Open Web verändern und welche neuen Modelle für Monetarisierung, Transparenz und Kontrolle entstehen können.

Links: Alwin Viereck, Rechts: Björn Kaspring
Für Benedict Gründig (Criteo) lag der Fokus auf Agentic Media Buying. Sie diskutierten darüber, wie Agenturen, Werbungtreibende und Vermarkter KI gestützte Media-Prozesse so aufsetzen, dass sie transparent, skalierbar und konsistent bleiben. Der Deep Dive zeigte, wie Media Buying nicht nur automatisiert, sondern strukturiert geführt wird.

Im Deep Dive „AI Commerce: Von Optimierung zu Autonomie“ beschäftigten sich Jörg Heinemann (Otto) und Bastian Scherbeck (segmenta) mit der Frage, warum manche KI-Projekte über die Pilotphase hinauswachsen und andere nicht. Sie zeigten, dass Prozesse, Organisation und Kompetenzen entscheidend für die erfolgreiche Skalierung von KI im Bereich Commerce sind.

Links: Jörg Heinemann, Rechts: Bastian Scherbeck
Zudem teilten Stefan Mohr (antoni), Kai Ebert (Brainhuggers) sowie Alissa Rabe (Google) in ihrem Deep Dive „Digitale Kreativität als Business Driver“ ihre Learnings der diesjährigen DDA-Gewinner-Cases.

Von Links: Stefan Mohr, Alissa Rabe, Kai Ebert
Zuletzt wurden die Erkenntnisse der Sessions durch Katharina Schneeberg, Moderatorin des Nachmittages, zusammengeführt und in den Kontext der Verbandsarbeit eingeordnet. Sie machte noch einmal deutlich, dass die Themen der Convention weit über einzelne Anwendungsfälle hinausreichen. Sie berühren zentrale Fragen der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Verantwortung der Digitalen Wirtschaft.
Anschließend an die Convention fand das Sommerfest des BVDW statt.
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