Internetagentur-Ranking 2026: Plan.Net verteidigt Spitzenposition — Begleitende Trendanalyse zeigt Schlüsselposition von KI innerhalb der Wertschöpfung
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat sein aktuelles Internetagentur-Ranking veröffentlicht. Die Münchener Agentur Plan.Net liegt wie bereits in den vergangenen drei Jahren auf Platz eins. Die 129 zugelassenen Agenturen meldeten einen Honorarumsatz von insgesamt 2,37 Milliarden Euro.
Spitzentrio bleibt gleich
Die Serviceplan-Tochter Plan.Net konnte ihren Honorarumsatz gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 258 Millionen Euro steigern. Reply – Digital Experience verteidigt den zweiten Platz und kommt auf einen Umsatz von 242 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von eineinhalb Prozent. Ebenfalls unverändert folgt die ]init[ AG für Digitale Kommunikation mit einem Umsatz von 195 Millionen Euro auf dem dritten Platz im Ranking – einem Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt das Spitzentrio in dieser Rangfolge seit 2023 unangefochten bestehen.
Wenig Bewegung in den Top 10
Auch bei den übrigen der zehn größten Internetagenturen verzeichnet die Rangliste in diesem Jahr nur wenig Bewegung: Exxeta (4) und valantic (5) tauschen die Plätze. Conclusion (6) steigt im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze auf und nimmt den Platz von Valtech (8) ein. Die Plätze sieben und zehn werden durch Neuzugänge belegt. Mgm technology partners (7) hatte zuletzt 2023 teilgenommen und übernimmt 2026 den Platz von der team neusta AG (9). Inovex (10) aus Berlin ist zum ersten Mal überhaupt im Internetagentur-Ranking vertreten.
Steigende Honorarumsätze, fallende Mitarbeiterzahlen
Die Honorarumsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um knapp ein Prozent auf insgesamt 2,37 Milliarden Euro. Das größte Gesamtwachstum fand in den Top 20 statt. Dort stiegen die Umsätze um fast vier Prozent auf insgesamt 1,76 Milliarden Euro. Von allen Unternehmen erreichte RYZE Digital (21) in diesem Jahr mit 41 Prozent die größte Umsatzsteigerung, gefolgt von ABRIO (91) mit 39 Prozent und der SinkaCom AG (111) mit 35 Prozent.
„Branchen-Pessimisten werden sich die Augen reiben: Dass die Honorarumsätze erstmals seit 2023 wieder steigen, ist ein wichtiges Signal. Schon bei vorherigen fundamentalen Herausforderungen zeigte sich, dass Digitalagenturen schnell auf Veränderungen reagieren können. Dynamik, Adaptionsfähigkeit und Resilienz sind besonders in der von KI geprägten Zeit die Fähigkeiten erfolgreicher Agenturen“, ordnet Stefan Mohr, Vorsitzender der Digitalagenturen im BVDW, ein.
Die Personalzahl aller ausgewerteten Agenturen sank im Vorjahresvergleich von 19.285 auf insgesamt 18.729 Mitarbeitende.
Künstliche Intelligenz ist fester Teil digitaler Wertschöpfung
Die begleitende Trendanalyse unterstreicht die Relevanz von Datennutzung. Drei Viertel (74%) der befragten Agenturen gaben an, dass die datenzentrierte Transformation von Kernprozessen das dominierende strategische Thema in ihren Kundenprojekten ist.
Eine Schlüsselrolle spielt auch Künstliche Intelligenz. 80 Prozent gaben an, dass die Skalierung von KI-Lösungen für sie zum wichtigsten Werttreiber geworden ist. 78 Prozent sehen die Nutzung agenturbasierter, spezialisierter KI-Ökosysteme (Custom Models Workflows) als integralen Bestandteil der Agenturwertschöpfung. Für mehr als die Hälfte aller Befragten (57 Prozent) ist der Einsatz von Agentic AI in Produktion und Beratung zum Standard geworden.
„Künstliche Intelligenz ist heute fester Bestandteil der Kernkompetenz von Agenturen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern in welchem Umfang und wie schnell sie skaliert wird. Mit Agentic AI gewinnt dabei ein Ansatz an Bedeutung, der Prozesse und Wertschöpfung nachhaltig verändert. Agenturen setzen diese Entwicklungen früh in die Praxis um und treiben sie innerhalb der Digitalen Wirtschaft maßgeblich voran“, sagt Anke Herbener, BVDW-Vizepräsidentin und stellv. Vorsitzende der Digitalagenturen im BVDW.
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