Marktplatzoptimierung: Nur keine Panik! Fehler beheben und optimieren bei Amazon & Co.

Von etsy bis mercateo - Verkaufen über Marktplätze klingt auf den ersten Blick nach der simpelsten Lösung für Unternehmen aller Größenordnungen. Konto einrichten, Produktdaten hochladen, und schon läuft der Vertrieb fast von selbst. Bleiben dann aber die Verkäufe aus, kommt gleichzeitig schnell Panik auf.

 

„Panik ist auf jeden Fall fehl am Platz“, sagt DIXENOs Marktplatzexpertin Isabelle Kröger. „Optimierung der Produkte hat in jedem Fall immer höchste Priorität. Bei hohen Artikelzahlen ist es eine umfangreiche Aufgabe, die mit systematischem Vorgehen und Unterstützung – von Tools oder Dienstleistern – gut und erfolgreich erledigt werden kann. Erfolg und ordentliche Umsätze auf Marktplätzen sind nur durch ständige, sehr gründliche Optimierung zu erreichen“. Tatsächlich verbessert sich das Ranking sofort spürbar, wenn systematisch und kontinuierlich optimiert wird.

Die Problematik ist tückisch

Vor dem Marktplatzstart ist vielen Händlern nicht bewusst, dass sich alle Marktplatz-Backends sehr stark unterscheiden, unterschiedliche Felder zum Ausfüllen verwenden und die jeweiligen Algorithmen unterschiedlich funktionieren. Diese Problematik fällt auf, wenn nach der Textoptimierung ein Stillstand auf dem Marktplatz eintritt und Händler fragen, wieso sie trotz teuer bezahlter Textoptimierung nicht verkaufen.

Leider ist ein optimierter Text keine pauschale Grundausstattung für Marktplätze. Keyword-Recherchen werden immer zum jeweiligen Produkt erstellt, aber nicht für jeden Marktplatz. Sie können als Gerüst für die jeweiligen Optimierungen dienen. Danach geht es aber eigentlich erst richtig los. Trotzdem keine Sorge! Wichtig ist systematisches und besonnenes Optimieren.

Fehlerbehebung: Eine Orientierung in 6 Schritten

  • Fehler bei bestehenden Produkten analysierenBedarf für den jeweiligen Marktplatz ermitteln, wenn neue Produkte beim Einstieg in den Markplatz angelegt werden.
  • Prioritäten setzen – wo fange ich an, wie viel Budget und Zeit habe ich, was bringt kurz- und langfristig am meisten?
  • Optimierungsablauf & Fahrplan erstellen – Woher bekomme ich genügend Information? Habe ich im Unternehmen die zeitlichen und personellen Ressourcen sowie das Know-how? Nehme ich eine Agentur zur Hilfe? Wie sieht mein Fahrplan aus?
  • Umsetzung – alle Punkte nach und nach optimieren und den eigenen Fahrplan systematisch abarbeiten.
  • Controlling – präzises Beobachten der Produkt-Listings unter Berücksichtigung der hoffentlich steigenden Rankings.
  • Anpassungen – immer mal wieder anpassen, etwas Neues ausprobieren und sich den nicht vorhersehbaren Hürden stellen: Neue Konkurrenz, Konkurrenz optimiert seine Produkte auch aktiv, Preiskampf. Darauf muss reagiert werden und deshalb ist eine Optimierung nie abgeschlossen – es ist kein Sprint, sondern ein unendlich langer Marathon.

Amazon gilt immer noch als Paradebeispiel für alle Online Verkaufsplätze. Seinen Händlern bietet der Marktplatzriese, neben der reinen Textoptimierung, noch weitere Möglichkeiten, den Verkäuferaccount und die einzelnen Produktdetailseiten zu optimieren. Ein positiver und für den Marktplatz Algorithmus einwandfreier Gesamtauftritt verhilft dem Händler zu besseren Rankings.

8 Tipps für mehr Erfolg bei Amazon

1. Maximale Informationen in Produktbildern bereitstellen - Anwendungsbilder, Größentabellen, maßstabgetreue Größe verdeutlichen, Bilder mit einem Model, Actionbilder, Erklärbilder, Anleitungen, Videos: der Mehrwert des Produktes muss herausstechen!

2. Variantenprodukte erstellen - potenzielle Kunden halten sich so länger auf der Seite auf, sie können sich in Ruhe verschiedene Varianten oder Bundles zu einem Produkt ansehen, ohne immer wieder auf die Suchergebnisseite zurückkehren zu müssen, sie verweilen und die Chance zum Kauf erhöht sich dadurch enorm. Eine lange Verweildauer ist positiv anzusehen vom Algorithmus. Auch Bewertungen werden bei Variantenprodukten zusammengezählt und gelten für den Algorithmus einheitlich.

3. Abo-Angebote oder temporäre Spar-Angebote erstellen.

4. Streichpreise einstellen - Kunden mögen es, wenn sie etwas sparen und Streichpreise vermitteln dieses Gefühl.

5. Kostenlosen Versand anbieten – Rechnen Sie den Versand in den Gesamtpreis ein. Kunden zahlen ungern für den Versand, wird er kostenlos angeboten, erweckt das den Anschein, sie bekämen etwas umsonst. A+ Content mit Videos, Tabellen und wichtigen Informationen anreichern. Den Platz vollständig ausnutzen und den Kunden emotional erreichen, der Kunde muss am Ende das Gefühl haben, dass es ohne das Produkt nicht weiter geht und es gekauft werden muss.

6. Aktive Kundenkommunikation auf der Produktseite - Reaktion auf Bewertungen, vor allem auf negative Bewertungen. Immer freundlich bleiben! Potenzielle Kunden werden negative Bewertungen höchstwahrscheinlich lesen. Dann entscheidet die Reaktion des Verkäufers, ob sie dennoch kaufen oder nicht. Auch Fragen zum Produkt sollten vom Verkäufer beantwortet werden. Da kann man sich sicher sein, dass die Kundenfragen korrekt beantwortet werden. Auch anderen Kunden, die das Produkt bereits gekauft haben, werden oft Fragen per Mail zugeschickt. Die fragen sich dann häufig, warum sie gefragt werden und schreiben nur „nein“ oder „weiß ich nicht“ als Antwort. Auch hier: immer freundlich und sachlich antworten! Tipp im Tipp: Kommen viele Kundenfragen auf, werden diese Punkte anscheinend im Produkt-Listing nicht beantwortet. Höchste Zeit, den Text auch im Hinblick auf diese Fragen zu optimieren und zu ergänzen!

7. Auf Bewertungen antworten - der Algorithmus mag es, wenn man aktiv mit seinen Kunden ist.

8. Händlerbewertungen im Auge behalten - Es gibt die Möglichkeit unangebrachte Bewertungen, die das Produkt betreffen, löschen zu lassen. Oft bewerten Kunden negativ und äußern sich über die Beschaffenheit des Produktes. Dies ist dann eine Produktbewertung und würde unter das Produkt gehören. Landet eine solche Aussage bei den Verkäuferbewertungen lassen sich diese einfach löschen.

Kontinuierliche Produktoptimierung ist unverzichtbar, wenn Händler auf der ersten Suchergebnisseite eines Marktplatzes – Amazon und allen anderen – auftauchen wollen. Das darf nicht als kurzfristiges Projekt betrachtet werden. Langfristiges Denken ist es, das hier angesagt ist aber schon schnell sichtbar wird.

Selbstverständlich kommt es auch auf die Produkte an: Ein schlechtes Produkt mit hoher Retourenquote und schlechten Bewertungen für unzureichende Qualität kann auch durch die beste Optimierung nicht nach vorn gebracht werden.

Fazit: Wer als Händler mit hunderten oder mehr Artikeln auf Marktplätzen erfolgreich sein will, braucht unbedingt einen durchdachten Fahrplan. Ebay, Amazon, Real, Metro, mercateo oder wucato: Jeder der Marktplätze arbeitet mit ureigenen Regeln und Algorithmen. Viele Händler scheuen deshalb den Weg in den Marktplatz, vergeben damit wertvolle Chancen auf erweiterte Umsätze und überlassen den Wettbewerbern die Marktanteile.

Unser Rat: Holen Sie sich Unterstützung ins Boot! Ein erfahrener Dienstleister bereitet Ihren raschen und risikolosen Einstieg in einen – oder mehrere – Marktplätze durchdacht vor und begleitet auch darüber hinaus. Bei Dixeno erhalten Kunden schon bei der Auswahl der Zielmarktplätze Unterstützung. Verständliche Einführung in die Strukturen und Abläufe machen das Prozedere klar und schaffen die Basis für gute Geschäfte von Beginn an. Mit einem individuellen Ansprechpartner aus der Agentur ist immer jemand da, der auch langfristig berät und mit Insider-Tipps wertvollen Schub nach oben geben kann. Darüber hinaus stehen Marktplatzhändlern alle geeigneten Online-Marketing Maßnahmen zur Verfügung, um maximale Ausschöpfung aller Möglichkeiten bei Amazon & Co. zu erzielen.

https://www.dixeno.de

Isabelle Kröger verfügt über 5 Jahre Erfahrung als Online-Marketing Managerin und Amazon SEO Consultant. Bei der Paderborner Digitalagentur DIXENO berät sie Kunden aus B2C und B2B in allen Bereichen des Marktplatzauftritts. Ihre persönliche Leidenschaft sind hochperfektionierte Amazon-Auftritte.

 

Bildnachweis: Julie Clopper/iStock

07.07.2020 / Christoph Schmidt
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