BVDW veröffentlicht ersten KI-Knigge

Whitepaper, 05.11.2026

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat seinen ersten KI-Knigge veröffentlicht. Darin geben die Autor*innen Unternehmen praxisbezogene Handlungsempfehlungen, um Künstliche Intelligenz bewusst entlang der drei Nachhaltigkeitsdimensionen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.

KI verantwortungsvoll im Arbeitsalltag verankern

Künstliche Intelligenz kann Arbeitsprozesse beschleunigen, Entscheidungen unterstützen und die Zusammenarbeit in Unternehmen verändern. Ob daraus langfristig ein Mehrwert entsteht, entscheidet sich jedoch nicht allein an Effizienzgewinnen. Auch der Umgang mit Ressourcen, die Auswirkungen auf das menschliche Miteinander und klare Verantwortlichkeiten sind entscheidend. Der KI-Knigge führt diese Perspektiven entlang der drei ESG-Dimensionen zusammen und übersetzt sie in konkrete Orientierung für den Arbeitsalltag.

Environmental: Ressourcen bewusst einsetzen

KI braucht Rechenleistung und damit Energie. Im Arbeitsalltag kommt es deshalb darauf an, Ressourceneinsatz und tatsächlichen Mehrwert in ein sinnvolles Verhältnis zu setzen. Nicht jede Aufgabe erfordert KI und nicht jede Anwendung das leistungsstärkste Modell. Der KI-Knigge empfiehlt unter anderem, die Notwendigkeit des KI-Einsatzes zu prüfen, geeignete Modelle bewusst auszuwählen, unnötige Iterationen und Rebound-Effekte zu vermeiden sowie erfolgreiche Anwendungsfälle und Prompts im Team zu teilen.

Social: Menschliche Zusammenarbeit stärken

KI verändert auch, wie Menschen in Unternehmen kommunizieren und zusammenarbeiten. Fachliches Urteilsvermögen und respektvoller Austausch bleiben dabei Aufgabe der Menschen. Wer KI nutzt, sollte Ergebnisse deshalb kritisch prüfen, den Einsatz gegenüber anderen transparent machen und eigene Kompetenzen weiterentwickeln. Gleichzeitig gilt es, mögliche Verzerrungen in KI-Ergebnissen zu erkennen und einen fairen Umgang mit der Technologie sicherzustellen.

Governance: Handlungssicherheit schaffen

Je selbstständiger KI Aufgaben übernimmt oder Entscheidungen vorbereitet, desto wichtiger werden klare Verantwortlichkeiten. Unternehmen brauchen deshalb Regeln für Einsatz, Kontrolle und Zuständigkeiten. Im Bereich Governance rückt der KI-Knigge Datenschutz und Vertraulichkeit, Dokumentation, Urheberrecht sowie IT-Sicherheit in den Fokus. Beschäftigte sollten etwa prüfen, welche Informationen sie teilen. Das gilt besonders für nicht freigegebene KI-Lösungen und zunehmend autonome KI-Agenten.

„KI kann uns Arbeit abnehmen, aber nicht die Verantwortung für ihren Einsatz. Der KI-Knigge zeigt, wie verantwortungsvoller KI-Einsatz im Arbeitsalltag gelingen kann. Dafür müssen wir Ressourcen, menschliches Miteinander und klare Verantwortlichkeiten zusammendenken“, sagt Maike Scholz  (Deutsche Telekom), Leiterin des Labs Responsible AI for Business der Working Group Digital Responsibility im BVDW.

KI-Knigge entwickelt sich weiter

Der verantwortungsvolle Einsatz von KI ist ein laufender Prozess, in dem sich technologische, regulatorische, wirtschaftliche sowie ethische Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln. Der BVDW versteht den KI-Knigge deshalb als Momentaufnahme, die bei Bedarf an neue Erkenntnisse, Anforderungen und Erfahrungen aus der Praxis angepasst werden soll. So soll er Unternehmen und Mitarbeitenden auch bei neuen KI-Anwendungen Orientierung für einen bewussten und verantwortungsvollen Einsatz im Arbeitsalltag geben.

 

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Whitepaper – Der BVDW-KI-Knigge

Erscheinungsdatum: 5. November 2026
Umfang: 25 Seiten
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Beatriz Bilfinger
Senior Programm Managerin
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