BVDW fokussiert KI und Datenkultur bei Convention und Neujahrsempfang
Für den Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. markierte die gestrige BVDW Convention 2026 den inhaltlichen Startschuss ins neue Jahr. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz sowie die Rolle von Daten, Kreativität und Verantwortung bei der KI-Transformation. Zudem setzte der BVDW mit dem Vorschlag eines Datennutzungstags einen Impuls für eine neue Datenkultur. Auf dem Neujahresempfang lud der Verband anschließend zum Networking ein.
Grundlegender Wandel durch Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz wirkt heute weit über einzelne Anwendungsfelder hinaus. Der BVDW sieht in dieser Entwicklung den Beginn einer neuen technologischen Ära für Wirtschaft und Gesellschaft – einen neuen Supercycle. Auf seiner Convention beleuchtete der Digitalverband die tiefgreifenden Veränderungen, die KI auf die Digitale Wirtschaft hat.
KI im Spannungsfeld von Daten, Kreativität und Verantwortung
Diskutiert wurden unter anderem, wie sich Wertschöpfung und Geschäftsmodelle im KI-Supercycle verändern, welche Voraussetzungen es zukünftig für Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovation braucht und welche Verantwortung die Digitale Wirtschaft trägt.
„Künstliche Intelligenz ist keine weitere technologische Entwicklung unter vielen. Sie ordnet ganze Märkte neu. Sie verändert Wertschöpfung, Geschäftsmodelle und Rollen in unserer Branche. Dieser Supercycle wird darüber entscheiden, wer künftig wettbewerbsfähig ist”, sagt BVDW-Präsident Dirk Freytag.
Dabei orientierte sich der BVDW gezielt an seinen drei Eckpfeilern: Daten, Kreativität und Verantwortung:
- Jan Schmitz (Zalando), Timucin Güzey (Mindshare) und Christian Rammig (OTTO) sprachen auf dem Panel „Show me the Value” über datengetriebene Geschäftsmodelle im KI-Supercycle.

- Unter dem Motto „Kill the Slop” diskutierten Jens Redmer (Google), Marco Zingler (denkwerk), Kai Ebert (SYZYGY) sowie Francesca Lange (Bahlsen) über Kreativität in der breiten KI-Content-Masse.

- Anschließend stellten sich Steffen Hubbert (SEVEN.ONE Media), Kerstin Schiefelbein (Metrix.AI) und Björn Kaspring (Stöer) der Fragen nach Verantwortung im KI-Zeitalter auf ihrem Panel „Mind the Gap”.

Danach ging die Convention fließend in den Neujahrsempfang über. Hier nutzten die Mitglieder die Gelegenheit zum Networking und zu gemeinsamen Einordnung der diskutierten Themen.
Datennutzungstag: Impuls für einen Mindset-Wandel
Convention und Neujahrsempfang fielen 2026 auf den Europäischen Datenschutztag am 28. Januar. In diesem Rahmen rief der Verband erstmals offiziell den Datennutzungstag aus. Ziel ist es, die öffentliche Debatte über Datenschutz zu erweitern und Datennutzung stärker als Grundlage für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt zu verankern.
„Daten sind unverzichtbar für Innovation und Fortschritt. Datennutzung und Datenschutz müssen deshalb zusammengedacht werden. Wir brauchen einen Perspektivwechsel: weg von einer reinen Risiko- und Verbotsperspektive, hin zu den Chancen von Daten für Wirtschaft und Gesellschaft”, so Freytag weiter.

Ausblick
Als Stimme der Digitalen Wirtschaft begleitet der BVDW seine Mitglieder aktiv durch den KI-Supercycle. Der Verband versteht sich dabei als Takt- und Impulsgeber mit klarer Haltung. Damit schafft der Verband Räume für neue Lösungen und gestaltet den technologischen Wandel im Schulterschluss mit der Branche.
Bilder von der Convention (Fotos: Florian Pohl)
Bilder vom Neujahrsempfang (Fotos: Florian Pohl)
