Datenschutz und KI: BVDW plädiert für innovationsfreundliche Regulierung

Stellungnahme, 29.08.2025

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat im Rahmen einer öffentlichen Konsultation eine Stellungnahme bei der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) eingereicht. Darin plädiert der Digitalverband für eine differenzierte Betrachtung beim datenschutzkonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in Künstlicher Intelligenz – insbesondere bei Large Language Models (LLMs).

In der Stellungnahme betont der BVDW: LLMs sind keine Datenbanken, sondern probabilistische Systeme, die aus Mustern lernen. Eine pauschale Annahme, dass es in LLMs zu einer personenbezogenen Datenverarbeitung kommt, ist falsch. Zugleich braucht es realitätsnahe Schutzstandards entlang des gesamten Modell-Lebenszyklus. Dies betrifft die Datenaufbereitung über das Training bis zur Ausgabe. Techniken wie Deduplikation, Output-Filter, Red-Teaming oder Kontextanalyse sind dabei zentral.

„Für verantwortungsvolle KI braucht es ein Gleichgewicht zwischen Datenschutz und Innovationskraft. Die Debatte darf sich nicht an theoretischen Worst-Case-Szenarien aufhängen, sondern muss sich an praktischen Risiken und technischen Realitäten orientieren“, so Philipp Hagen, Director Legal Affairs & Data Privacy beim BVDW.

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Philipp Hagen
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