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Deutschland verliert Anschluss an EU-Spitze: BVDW fordert strukturellen Radikalschnitt

Deutschland ist in Hinblick auf die Digitalisierung nicht konkurrenzfähig mit der EU-Spitze. Das geht aus dem gestern von der EU-Kommission veröffentlichten Index für die Digitale Wirtschaft und Gesellschaft hervor. Vor allem im Bereich E-Government liegt Deutschland abgeschlagen auf dem drittletzten Platz. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. fordert einen Radikalschnitt und grundlegendes Umdenken.

In Deutschland schreitet die digitale Transformation weit langsamer voran als im europäischen Vergleich. In Hinblick auf die Integration digitaler Business-Lösungen liegen 14 Länder vor der Bundesrepublik. Im Bereich Breitbandausbau reicht es gerade so für Platz elf. Bei der Umsetzung der digitalen Verwaltung hat Deutschland den Anschluss gänzlich aus den Augen verloren: Der Index sieht Deutschland abgeschlagen auf dem drittletzten Platz. Während in Schweden, Finnland, Estland und Dänemark jeweils mehr als 90 Prozent der Bevölkerung Behördengänge digital erledigen, tun das nur gut 40 Prozent der Deutschen.

BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr findet deutliche Worte: „Die Zeit der Warnschüsse ist endgültig vorbei. Dieser Bericht der EU-Kommission legt die Probleme Deutschlands mit der Digitalisierung gnadenlos offen: Für die Zukunft essentielle Entwicklungen wie Breitbandausbau und die Entwicklung von E-Government-Lösungen haben nicht die politische Priorität, die nötig wäre, um hier entscheidende Fortschritte machen zu können.“ Etwa mit dem Verzicht auf ein Digitalministerium habe die große Koalition die digitale Transformation mit Ansage ausgebremst, so Duhr. „Point Zero ist erreicht – Deutschland braucht mit Blick auf die Zuständigkeiten für die Digitalisierung einen strukturellen Radikalschnitt und damit ein Neudenken aller bestehenden Lösungsansätze. Hier wird die Zukunft Europas führender Industrienation wissentlich aufs Spiel gesetzt.“

12.06.2019 / Tim Sausen / Pressesprecher Wirtschaft und Politik
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