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„Die Digitalisierung des Energiesektors befeuert“ – BVDW sieht Chancen in Kohleausstieg bis 2038

BVDW-Vizepräsident Stephan Noller

In ihrem Abschlussbericht verständigt sich die Kohle-Kommission zu einem Ausstieg aus der Energieerzeugung mittels Kohle bis zum Jahr 2038. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. begrüßt den straffen Zeitplan und sieht darin den Nährboden für neue digitale Geschäftsmodelle und damit eine beschleunigte Digitalisierung des Energiesektors. Insbesondere die Blockchain-Technologie soll hier eine wichtige Rolle spielen.

In ihrem 336-seitigen Abschlussbericht empfiehlt die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung einen Ausstieg aus der Stromproduktion durch Kohle bis 2038. Der BVDW sieht in der Entscheidung große Chancen für die eine beschleunigte Digitalisierung des gesamten Energiesektors: „Der Verzicht auf den immer liefernden Energieträger Kohle geht einher mit großen Herausforderungen, schafft aber zugleich die Basis für eine Beschleunigung der digitalen Transformation der Energiegewinnung und -verteilung“, sagt BVDW-Vizepräsident Stephan Noller (ubirch). „Dezentrale Speicher und intelligente Netze, die den Strom entsprechend bundes- oder bestenfalls sogar europaweit verteilen, werden damit zu einer zwingenden Notwendigkeit. Wir müssen diesen Druck als Chance begreifen, die durchdringende Digitalisierung des gesamten Energiesektors mit aller Kraft voran zu treiben. Das wird ohne entsprechende politische Rückendeckung nicht erfolgreich gelingen können. Die strukturellen Voraussetzungen müssen jetzt geschaffen werden“, fordert Noller.

Nährboden für neue digitale Geschäftsmodelle

Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die Mechanismen im Energiesektor grundlegend zu verändern. „Entsprechende digitale Geschäftsmodelle werden hier einiges auf den Kopf stellen“, prognostiziert BVDW-Experte Noller. Die Technologie ist prinzipiell manipulationssicher und beispielsweise in der Lage, Stromverbrauch und -erzeugung akkurat zu messen. Das stelle die klassische Rolle der Energieversorger als vermittelnde Instanz zwischen Stromproduzenten und -verbrauchern in Frage und senke so erheblich die Schwelle für den Markteintritt durch Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen, erklärt der BVDW-Vizepräsident. „Vor dem Hintergrund der Dezentralisierung der Energieproduktion wird es einerseits entsprechende intelligente Netze und andererseits Technologien für eine zweifelsfreie und verlässliche Zuordnung von Stromerzeugern und -verbrauchern benötigen – die Blockchain ist dazu in der Lage.“

29.01.2019
Kommentare (1)
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Dirk Freytag30.01.2019 - 16:25

Also ich finde den Ausstieg bis 2038 alles andere als einen straffen Zeitplan, sondern wie immer Interessenpolitik. Schade, dass wir als BVDW den Ausstieg in 20 Jahren als schnell definieren.