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BVDW widerspricht Bildungsministerin: flächendeckender 5G-Ausbau ist alternativlos

BVDW-Präsident Matthias Wahl

In einem TV-Interview mit Reuters hat sich Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, in die Diskussion um den Mobilfunkausbau eingebracht und sagte: „5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig.“ Eine flächendeckende 4G-Versorgung entspreche bereits einer sehr guten Ausstattung, so die Ministerin. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. kritisiert diese Aussagen scharf und stellt klar: „5G ist mehr als nur schnelleres Internet“.

Nachdem die Bundesnetzagentur in der vergangenen Woche die Vergaberegeln bei der Auktion der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G veröffentlichte (der BVDW kommentierte), bringt sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in die Diskussion um den Netzausbau mit ein und sagte in einem TV-Interview: „5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig.“ BVDW-Präsident Matthias Wahl (RMS) widerspricht dieser Aussage vehement: „Auch wegen solch einer zurückhaltenden Herangehensweise und der absoluten Fehlpriorisierung hat die Politik zwei Jahrzehnte lang den Netzausbau komplett verschlafen. Sowohl im Glasfaser- als im Mobilfunkbereich ist Deutschland gerade so Mittelmaß. Einer führenden Industrienation wird das nicht im Ansatz gerecht.“ Dieser Rückstand müsse dringend aufgeholt werden anstatt nun komplett abreißen zu lassen, so Wahl. „Weil die aktuelle und die letzten Bundesregierungen immer nur das Jetzt und nicht das Morgen betrachten, hat sich dieser Entwicklungsrückstand überhaupt erst aufgebaut. Wir dürfen diese Fehler beim 5G-Ausbau nicht wiederholen!“

Auch technologisch sieht der BVDW-Präsident in den Aussagen die Gefahr eines Rückschrittes: „5G ist weit mehr als nur ein schnelleres Internet. Mit den niedrigen Latenzzeiten, die nur durch diesen neuen Mobilfunkstandard möglich sind, werden vollkommen neuartige Anwendungsszenarien Realität.“ Das betreffe etwa Anwendungen im Bereich vernetzte Mobilität oder Gesundheit, erklärt Wahl. „Viele Technologien ergeben überhaupt erst Sinn, wenn 5G mit seinen Bandbreiten und Latenzzeiten flächendeckend verfügbar ist. Damit meine ich ausdrücklich auch das von Frau Karliczek bemühte Beispiel der Milchkanne.“

22.11.2018
Kommentare (1)
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Thomas Schauf26.11.2018 - 09:01

Flächendeckende Mobilfunkversorgung  ≠ 5G

5G in den jetzt diskutierten Frequenzen kann keine Lösung im daseinsvorsorglichen Sinne sein.

Funklöcher über Flächenfrequenzen schließen. 5G ist aber keine physikalische Flächenfrequenz.

Lesetipp:

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