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BVDW unterstützt Steinmeiers Forderung nach „Grundregeln für digitale Moderne“

DEKT/Jenna Dallwitz (Archiv Kirchentag.de)

In einer Grundsatzrede beim Deutschen Evangelischen Kirchentag stellt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor allem das Thema Digitalisierung in den Mittelpunkt. Angesichts der damit einhergehenden Herausforderungen hält er eine „Ethik der Digitalisierung“ für unerlässlich. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat dazu bereits im Februar ein Diskussionspapier publiziert, das sich mit Grundsatzfragen digitaler Ethik auseinandersetzt und konkrete Umsetzungsvorschläge liefert.

In seiner Eröffnungsrede für die Podiumsdiskussion zu „Zukunftsvertrauen in der digitalen Moderne“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute Vormittag: „Wir können schon heute Algorithmen nachvollziehbarer machen. […] Wir können Polizei und Staatsanwaltschaften schon heute so ausstatten, dass sie Hass und Hetze im Netz der vermeintlichen Anonymität entreißen und konsequent verfolgen können. Wir können den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme schon heute so gestalten und erneuern, dass das Versprechen der sozialen Sicherheit auch für neue Arbeitsformen und Berufswege, für Menschen in der Klick- und Plattformwirtschaft gilt.“ Deshalb, so Steinmeier, müssten wir etwas etablieren, was er eine Ethik der Digitalisierung nenne – Grundregeln für die digitale Moderne.

In seiner Rede sprach Steinmeier zahlreiche Punkte an, die der BVDW in seinem Diskussionspapier „Mensch, Moral, Maschine – digitale Ethik, Algorithmen und künstliche Intelligenz“ aufgegriffen hatte. Darin fordert der BVDW unter anderem eine gerichtliche Überprüfbarkeit algorithmisch herbeigeführter Entscheidungen. BVDW-Vizepräsident Achim Himmelreich (Capgemini): „Die Rede des Bundespräsidenten zeigt vor allem, dass das Thema brandaktuell ist. Als Gesellschaft liegt unsere Herausforderung insbesondere darin, mit der Weiterentwicklung unserer Grundsätze mit der Geschwindigkeit des technologischen Fortschrittes mitzuhalten.“ Mit dem Diskussionspapier leiste man zwar einen Beitrag zur Diskussion – das sei aber natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss, so Himmelriech. „Wir brauchen dringend eine Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen digitaler Ethik, an der sich möglichst viele Menschen beteiligen. Wir müssen gemeinsam diskutieren, wie wir mit künstlicher Intelligenz in der Medizin, mit Hass im Netz und den Herausforderungen im Arbeitsmarkt umgehen. Der Diskurs mit diesen Themen ist entscheidend für die nachhaltige Sicherung des Wohlstands Deutschlands und Europa.“

Das Diskussionspapier „Mensch, Moral, Maschine – digitale Ethik, Algorithmen und künstliche Intelligenz“ ist auf der BVDW-Webseite kostenfrei als Download verfügbar.

20.06.2019 / Tim Sausen / Pressesprecher Wirtschaft und Politik
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