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BVDW-Umfrage: Vor- und Nachteile Künstlicher Intelligenz halten sich die Waage

93,7 Prozent der Deutschen haben den Begriff Künstliche Intelligenz (KI) schon einmal gehört. Davon geben drei Viertel (74 Prozent) an, dass sie den Begriff „grob“ (51 Prozent) beziehungsweise „genauer“ (23 Prozent) erklären können. Das ergab eine repräsentative Befragung (n=1.044) durch Kantar TNS im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. im Vorfeld der Hannover Messe (23.-27. April).

Das Thema Künstliche Intelligenz bewegt die Deutschen: Einerseits stimmt knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) der Aussage zu, dass der Mensch die Kontrolle verlieren wird, andererseits sagen 84 Prozent, dass lästige Routineaufgaben von Robotern erledigt werden könnten. Die Mehrheit befürchtet, dass das massenhaft Arbeitsplätze durch KI ersetzt werden (69 Prozent) – obwohl einige Studien vom Gegenteil ausgehen.[1] Die Mehrheit (54 Prozent) geht davon aus, dass Krankheiten besser diagnostiziert werden und die Heilungschance dadurch steigen wird. Insgesamt glaubt jeder zweite (53 Prozent), dass negative und positive Effekte sich die Waage halten werden, 18 Prozent geben an, dass unser Leben schlechter wird, 21 Prozent, dass es besser wird.

„Das liegt auch daran, dass das tatsächliche Verständnis, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, insgesamt sehr gering ist. KI ist ein sehr komplexes Thema, bei dem erstmal Vertrauen aufgebaut werden muss, sowohl in die Maschinen als auch in die Entwickler von KI. Positive Beispiele von KI im Alltag, die es ja bereits gibt, helfen beim Aufbau von Vertrauen“, sagt Ingo Notthoff (T-Systems Multimedia Solutions), Vorsitzender des Forums Digitale Transformation & Internet of Things im BVDW. Dr. Wolfgang Faisst (SAP), Stellvertretender Vorsitzender, ergänzt: „Die Menschen haben noch gemischte Gefühle. Die Politik muss daher, gemeinsam mit uns als Branche, aufklären, und die Potenziale aufzeigen. Das Nationale Forschungskonsortium Künstliche Intelligenz, das im Koalitionsvertrag angekündigt wird, ist ein guter Start. Nötig ist aber auch ein nationaler Aktionsplan, der finanziell gut ausgestattet ist.“ Frankreich hat in diesem Zusammenhang mit einer entsprechenden Strategie im Bereich KI bereits vorgelegt und Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis 2022 angekündigt.

Zu Themen wie „Wenn Maschinen Menschen bewerten“, „automatisiertes und vernetztes Fahren“ und weiteren rund um Künstliche Intelligenz und digitale Ethik hat der BVDW eine Datenbank (bit.ly/2JZ0QcJ) sowie einen Blog mit Expertenmeinungen (bit.ly/2HBQLE4) erstellt. Spannende Projekte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz werden beim Deutschen Digital Award vorgestellt und ausgezeichnet. Tickets für die von Jan Böhmermann moderierte Gala am 26. April in Berlin gibt es hier: bit.ly/2F9IPof.

Der BVDW auf der Hannover Messe 2018

Der BVDW ist unter anderem in Person von Vizepräsident Stephan Noller (Ubirch) auf der Hannover Messe 2018 vertreten. In seiner Keynote „Vertrauenswürde Daten für die vernetzte Industrial IoT Awendungen – die Blockchain macht es möglich“ (25.4., 11.30 Uhr; Halle 6, Stand D02) erläutert der Digitalunternehmer, weshalb vernetzte Industrial-Internet-of-Things-Anwendungen in Zukunft extrem verlässliche Daten benötigen werden und inwiefern die Blockchain dabei eine entscheidende Rolle spielen kann. Die Keynote ist Bestandteil des Industrial Security Forums.


[1]https://www.capgemini.com/de-de/news/kuenstliche-intelligenz-sorgt-fuer-mehr-jobs-und-steigende-umsaetze/

23.04.2018 / Tim Sausen / Pressesprecher Wirtschaft und Politik
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