Namics Studie: Kopfloses Digital Marketing in Unternehmen

Online Marketing ist angekommen – doch das Potenzial wird nicht ausgeschöpft

●   65 Prozent der Befragten haben keine ganzheitliche Digital-Strategie

●   Mehr als jedes zweite Unternehmen bräuchte mehr Budget, um Massnahmen intern umzusetzen

●   Intern fehlen das Know-how und effiziente Prozesse für Digital Marketing

St.Gallen / Frankfurt, 17. September 2019

Namics – A Merkle Company, die führende Fullservice-Digitalagentur aus der Schweiz, veröffentlicht den Digital-Marketing-Monitor 2020. Die repräsentative Studie untersucht den Reifegrad des Digital Marketings in Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH). Das Ergebnis: Unternehmen erkennen die Chancen des Digital Marketings, jedoch fehlen Strategie, Budget und das interne Know-how, um das Potenzial von Trends wie Personalisierung auszuschöpfen.

 

Mit dem Monitor verfolgt Namics das Ziel, Digital Marketing in deutschsprachigen Unternehmen nachhaltig zu stärken. Die Studie basiert auf einer qualitativen sowie quantitativen Umfrage. Die Analyse wurde im Laufe des Jahres mit über 200 Marketingentscheidern unterschiedlicher Unternehmensgrössen durchgeführt und von Namics-Experten ausgewertet.

 

Kanika Kundra, Digital-Expertin für Marktforschung bei Namics – A Merkle Company:

“Die Unternehmen haben die zahlreichen Möglichkeiten erkannt, um durch Digital Marketing mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten. Leider gibt es aber noch zu wenige, die dafür eine durchdachte Strategie haben. Die meisten Firmen sind von den vielen Optionen und Trends eher überfordert. Um blinden Aktionismus und Fehlinvestitionen zu vermeiden, sollten Marketingverantwortliche ihre Unternehmensziele und Kunden in den Mittelpunkt stellen. Ein externer Challenger kann mit dem Blick von aussen dabei helfen.”

 

Digital-Marketing-Trends 2020: Was treibt die Branche um?

Kundendaten sind der Schatz für Unternehmen. Je genauer eine Firma ihre Konsumenten kennt, desto besser kann sie ihnen persönliche Angebote machen. Marketer sehen deshalb neben Social Media und Künstlicher Intelligenz (KI) grosses Potential in der Personalisierung ihrer Massnahmen.

 

●   Personalisierung gehört für die Befragten zu den wichtigsten Trends. Konkret geht es darum, die vorhandenen Daten über Kunden besser zu verwalten, auszuwerten und auf diese auszurichten. Hier zeigen sich allerdings Unterschiede je nach Unternehmensgrösse: Mehr als ein Drittel der grossen Unternehmen will sich diesem Thema in den nächsten Monaten widmen, aber nur rund ein Sechstel der kleinen Firmen.

●   Ebenso bedeutsam ist Social Media Marketing. 40 Prozent der Marketer aus kleinen Unternehmen wollen sich künftig darauf konzentrieren, bei grossen sind es 35 Prozent. Für beide Gruppen ist es der Top-Trend des Jahres – mittelgrosse Betriebe hingegen schreiben Social Media eine geringere Bedeutung zu.

●   Als weiteren bedeutenden Trend nennen Marketer künstliche Intelligenz (KI), mit der sich unter anderem das Konsumentenverhalten voraussagen lassen soll. Die Einstellung dazu variiert jedoch stark: Während mehr als die Hälfte der mittelgrossen Unternehmen KI mit grosser Skepsis begegnet, glauben bei kleinen und grossen Betrieben über 70 Prozent an die Vorteile durch ihren Einsatz. Dennoch nutzen nur knapp 50 Prozent der grossen Unternehmen die Technologie, bei den kleinen sind es lediglich 13 Prozent.

Status Quo im Digital Marketing: Wie weit sind Unternehmen in der DACH-Region?

Digital Marketing umfasst viele unterschiedliche Disziplinen. Drei Viertel der Marketer betreiben Marketing via Social Media. Etwas mehr als die Hälfte befasst sich mit Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und Content Marketing. Deutlich geringer findet dagegen Mobile Marketing Anwendung.

Im Detail: Social Media Marketing – Wichtigste Disziplin

●   Social Media ist das wichtigste Instrument. Drei Viertel der Befragten setzen darauf, fast ebenso viele haben eine Strategie. Dabei belässt mehr als die Hälfte diese im eigenen Haus. Für die Umsetzung suchen Firmen Agenturen: je ein Drittel, um Kampagnen zu planen, Inhalte zu erstellen oder für Monitoring und Analytics.

●   Fast 90 Prozent der Firmen nutzen Facebook, unabhängig von Betriebsgrösse und Branche. Knapp die Hälfte der Probanden nutzt die Microsoft-Tochter LinkedIn, die damit Xing als Business-Plattform überholt. Ebenso viele Unternehmen verwenden das Echtzeit-Medium Twitter. Eine geringere Rolle spielen Instagram, YouTube oder Pinterest.

Im Detail: Content Marketing – Qualität spielt keine grosse Rolle

●   Mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits Content Marketing betrieben, ebenso viele haben dafür eine Strategie. Drei Viertel erstellen Inhalte selbst, fast ebenso viele pflegen sie auch eigenständig, Agenturen übernehmen die Rolle des strategischen Beraters.

●   Lediglich ein Drittel sieht “Zielgruppenrelevanz und Personalisierung” als Erfolgsfaktor. Wenig Einfluss schreiben sie auch der Qualität des Contents zu – das heisst “journalistischer Qualität”, “SEO-optimierter Aufbereitung” sowie “mitreissendem Storytelling“. Kein Wunder, dass drei Viertel die grösste Schwierigkeit darin sehen, Kundeninteresse zu wecken.

Im Detail: Search Engine Marketing – SEO ist teuer und aufwendig

●   Mehr als die Hälfte der Unternehmen passt ihre Webseite an die Erfordernisse der Suchmaschinen an. 40 Prozent erledigen alle Aktivitäten inhouse, ein knappes Drittel lagert die Aufgaben aus. Ebenso viele bewerten SEO als zu teuer und aufwendig. Zudem glaubt ein Drittel, dass es zu lange dauert, bis SEO sichtbare Ergebnisse erzielt.

●   Google ist mit 80 Prozent die meistgenutzte Suchmaschine für Anzeigen. Mit der Positionierung von Anzeigen beschäftigt sich aber nur weniger als die Hälfte. Klassische Textanzeigen sind für 60 Prozent die erste Wahl. 40 Prozent setzen auf Display-Ads, die als Bild- oder Textanzeigen innerhalb von Texten anderer Webseiten erscheinen.

 

Über den Digital-Marketing-Monitor von Namics

Der Monitor untersucht, wie Unternehmen aus der DACH-Region beim Online Marketing aufgestellt sind. Der Digital-Marketing-Monitor 2020 nimmt dafür Trends, Tendenzen sowie Herausforderungen unter die Lupe und zeigt, wie die verschiedenen Massnahmen, Instrumente und Kanäle derzeit eingesetzt werden. 

Der Monitor fusst auf einer qualitativen und quantitativen Erhebung. Zur qualitativen Datenerhebung hat Namics Marketing-Manager aus Deutschland und der Schweiz befragt. Sie arbeiten in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Grössen. Namics-Analysten haben daraus Hypothesen entwickelt und diese über Fragebögen mit einem Panel aus 200 DACH-Marketingexperten validieren lassen. Die gewonnenen Daten hat Namics im Monitor ausgewertet und aufbereitet.

17.09.2019 / Melanie Schiller
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