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Herausforderung Digitalisierung: Bildbranche organisiert gemeinsame Interessenvertretung im BVDW

Die Mitglieder der Initiative Bild unterzeichnen ihren Gründungsvertrag (Photo: Mellenthin/Schleser, BFF)

Die digitale Transformation eröffnet der deutschen Bildbranche weitreichende Potenziale, birgt aber auch große Herausforderungen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, organisieren sich sieben führende Berufsverbände der Bildbranche künftig im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in dem eigens hierfür gegründeten Gremium „Initiative Bild“. Bei der ersten Sitzung haben die Gründungsmitglieder aus ihren Reihen Christian Müller-Rieker (PIV) als Leiter sowie Torsten Hoch (BVPA) und J. Konrad Schmidt (BFF) als weitere Sprecher des Gremiums bestätigt.

Die digitale Transformation verändert zahlreiche gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Bereiche teilweise von Grund auf. Für die Bildbranche spiegelt sich dies vor allem durch die zunehmende Diversität und Vernetzung der Aufnahmegeräte, den Werteverfall der professionellen Fotografie sowie den vielen neuen Wegen in der Bildvermarktung wider. Daher haben der Photoindustrie-Verband (PIV) und der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) in Zusammenarbeit mit der Allianz deutscher Designer (AGD), dem Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter (BFF), dem Bundesverband der Bildgestalter (BUBIG), dem Centralverband Deutscher Berufsfotografen (CV) sowie dem PIC-Verband vor gut einem Jahr einen verbandsübergreifenden Zusammenschluss angeregt. Um die Chancen der Digitalisierung auszuloten und Herausforderungen gemeinsam zu begegnen, organisieren diese sieben Verbände ab sofort eine gemeinsame Interessenvertretung unter dem Dach des BVDW als „Initiative Bild“.

Inhaltlich verfolgt die neu ins Leben gerufene Initiative Bild das Ziel, die Wertschätzung des Bildes stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Dazu wird das Gremium gemeinsame Positionen unter anderem zu Themen wie Urheber-, Datenschutz-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht erarbeiten und in Zusammenarbeit mit den entsprechenden BVDW-Ressorts die politische Auseinandersetzung mit diesen initiieren. Darüber hinaus versteht sich die Initiative als kompetenter Ansprechpartner für Werbe-, Kreativ- und Mediaagenturen, Dienstleister und Vermarkter sowie als Schnittstelle und Verhandlungspartner zu anderen Verbänden, Unternehmen und Organisationen, innerhalb und außerhalb des BVDW.

BVDW-Präsident Matthias Wahl erklärt: „Damit setzt sich eine interessante Entwicklung fort: Inzwischen suchen und finden zahlreiche Unternehmen, die man vor wenigen Jahren vermutlich kaum der Digitalbranche zugeordnet hätte, innerhalb des BVDW Inspiration und Hilfe im Prozess der digitalen Transformation. Die enge Zusammenarbeit von Vertretern etablierter Industrien mit den ‚Digital Natives‘ unserer Wirtschaft führt zu vielversprechenden Synergien und bildet die Basis für eine Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im digitalen Zeitalter. Wir freuen uns sehr, künftig auch Einzelunternehmen der Bildbranche eine Heimat im BVDW bieten zu können.“ Christian Müller-Rieker, Leiter und Sprecher der Initiative, ergänzt: „Die Bildbranche verändert sich dieser Zeit so schnell und so stark wie nie zuvor. Unser Ziel ist, dass die Branche von dieser Entwicklung profitiert – dafür haben wir im BVDW genau das richtige Umfeld gefunden. Ein Umfeld mit Unternehmen, die sich und ihre Geschäftsmodelle im Laufe des vergangenen Vierteljahrhunderts teilweise mehrfach neu erfinden mussten und hieraus ihre Lehren gezogen haben.“

10.12.2019 / Tim Sausen / Pressesprecher Wirtschaft und Politik
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