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Handlungsempfehlungen für die Entwicklung einer Datenstrategie in Unternehmen

Bild: MicrovOne / iStockphoto.com

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat einen Leitfaden veröffentlicht, der Unternehmen und Organisationen bei der Entwicklung einer Datenstrategie unterstützt. Der Leitfaden, den Experten der zwei BVDW-Gremien Data Economy und Programmatic Advertising verfasst haben, beschreibt, welche Arten von Daten existieren und nach welchen Kriterien die Qualität von Daten bewertet werden kann.

Der Leitfaden „Souveräner Umgang mit Datenprodukten“ unterstützt Unternehmen und ihre Data Scientists dabei, die eigenen Daten zu analysieren und im Kontext einer Datenstrategie zu bewerten. Er erklärt beispielsweise die Unterschiede zwischen First-Party-, Second- und Third-Party-Daten sowie den Einsatz im Programmatic Advertising. Darüber hinaus werden unterschiedliche Arten des Targetings erläutert (profilbasiertes, nutzungsbasiertes und umfeldbasiertes Targeting). „Wir betrachten den Leitfaden als Grundlagenwerk für alle Unternehmen, die datenschutzkonform die eigenen Daten nutzen wollen, beispielsweise zur Verbesserung von Produkten oder für zielgruppengenauere Kundenansprache“, sagt Siamac Rahnavard (Echte Liebe – Agentur für Programmatic Advertising), Lableiter Datenprodukte des BVDW. 

Erweiterung des IAB Data Label / Verständnis vom Umgang mit Daten kulturell bedingt international unterschiedlich

Die Data-Experten des BVDW haben darüber hinaus das Data Label des amerikanischen IAB Tech Labs aus europäischer Perspektive untersucht, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass das Grundverständnis eines sinnvollen und zulässigen Umgangs mit Daten beispielsweise in den USA aber auch in Asien ein deutlich anderes ist als in der EU. Dabei sind neue beziehungsweise modifizierte Bewertungskriterien herausgekommen, die auch die Unterschiede zwischen einzelnen Targeting-Arten berücksichtigen (Seite 17). Christopher Reher (Platform 161), Vorsitzender des Ressorts Data Economy im BVDW: „Grundsätzlich bietet das Data Label eine gute Zusammenfassung auf einen Blick, allerdings ist es in seiner aktuellen Form nur für einige Arten des profilbasierten Targetings und nicht global anwendbar. Es werden zum Beispiel einige Kategorien und Attribute erfasst, die nur außerhalb von Europa von Bedeutung und anwendbar sind.“ Reher und Rahnavard, der auch Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Programmatic Advertising im BVDW ist, betonen die positive, intensive Zusammenarbeit der beiden unterschiedlichen BVDW-Gremien. Die Fokusgruppe Programmatic Advertising befasst sich unter anderem mit der Mikroökonomik des Marktes sowie mit Marketingaspekten. Das Ressort Data Economy hat einen stärkeren Legal-Fokus und ihre Kompetenz betrifft die Makroökonomik. Der Leitfaden ist das erste gemeinsame Produkt der Fokusgruppe Programmtic Advertising und des Ressorts Data Economy.

Die Einordnungen und Handlungsempfehlungen des BVDW zum Thema Data sind dem Leitfaden „Souveräner Umgang mit Datenprodukten“ zu entnehmen, der auf www.bvdw.org zum Download bereit steht.

20.04.2020 / Daniel Borchers / Pressesprecher
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