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DMQ-Report: Adfraud-Anteil bleibt auf niedrigem Niveau

Der DMQ Report ist veröffentlicht

Düsseldorf/Berlin, 22. März 2018 – Der Anteil potentiell betrügerischer Online-Werbekontakte bewegt sich im deutschen Markt auf einem sehr niedrigen Niveau: Nur durchschnittlich 2,4 Prozent der Werbekontakte fallen in die Kategorie „Invalid Traffic“, bei der man von betrügerischen Absichten bei der Ausspielung der Werbung ausgehen kann. Die durchschnittliche Sichtbarkeitsrate für Online-Werbung insgesamt liegt bei 50,3 Prozent. Das geht aus der aktuellen Erhebung der Fokusgruppe Digital Marketing Quality (DMQ) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor.  

Der Adfraud-Anteil im deutschen Markt ist nahezu stabil niedrig. Im Vergleich zu den ersten Zahlen aus dem August 2017 zeigt sich nur eine Abweichung von 0,2 Prozentpunkten. Björn Kaspring (InteractiveMedia/Ströer Digital Gruppe), Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Marketing Quality im BVDW: „Die gute Nachricht: In Deutschland liegt dieser Anteil weiterhin deutlich unter dem internationalen Niveau.“

Die 2,4 Prozent beschreiben den Anteil an Impressions, die als verdächtig beziehungsweise potentiell betrügerisch eingestuft wurden. Demnach werden 2,4 Prozent der Werbekontakte durch betrügerische Bots oder nicht valide Anzeigenauslieferungen erzeugt. Andreas Hamdorf (pilot), Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Marketing Quality, erklärt, warum dieser maschinelle Traffic nicht zwangsläufig betrügerisch sein muss: „Werbekontakte können durch Maschinen (Bots) und Menschen ausgelöst werden. Der Invalid Traffic besteht neben nichtmenschlichen Werbekontakten auch aus Werbeeinblendungen, die zwar von Menschen erzeugt werden, aber technisch so manipuliert wurden, dass sie als ungültig und somit nicht abrechnungsrelevant eingestuft werden müssen. Beides müssen wir aus den Werbemittelkontakten bestmöglich herausfiltern.“

Sichtbarkeit im Mobile-Bereich hat stark abgenommen

Die durchschnittliche Sichtbarkeitsrate für Online-Werbung insgesamt liegt bei 50,3 Prozent. Das bedeutet einen Verlust der Sichtbarkeit um 10,8 Prozentpunkte, denn die vorige Messung im August 2017 ergab eine Sichtbarkeit von 61,1 Prozent. Die August-Messung bezog sich auf das erste Halbjahr 2017, die neue Messung gilt für das zweite Halbjahr 2017. Im Bereich Desktop wurde eine fast gleich hohe Sichtbarkeit wie zuvor gemessen, nur bei Mobile zeigen sich klare Unterschiede.

„Die Mobile-Nutzung nimmt weiter zu. Standards und die Optimierungsverfahren für Desktop haben aber bereits einen viel höheren Reifegrad in der praktischen Anwendung als bei mobilen Werbeformen und Platzierungen. Und das wirkt sich auf die Zahlen aus und beeinflusst natürlich auch das Niveau insgesamt“, sagt Björn Kaspring.

Die Sichtbarkeitsraten werden nach dem branchenüblichen 50/1-Prinzip gemessen: Wenn eine Anzeige zu mindestens 50 Prozent für mindestens eine Sekunde zu sehen war, gilt sie als sichtbar. Die Zahlen wurden durch den BVDW mit Unterstützung der ePrivacy GmbH aus den Daten verschiedener Anbieter gebildet und liefern einen breiten und validen Marktüberblick.

Über den BVDW

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist die zentrale Interessenvertretung für Unternehmen, die digitale Geschäftsmodelle betreiben oder deren Wertschöpfung auf dem Einsatz digitaler Technologien beruht. Mit Mitgliedsunternehmen aus unterschiedlichsten Segmenten der Internetindustrie ist der BVDW inter­disziplinär verankert und hat damit einen ganzheitlichen Blick auf die Themen der Digitalen Wirtschaft. Der BVDW hat es sich zur Aufgabe gemacht, Effizienz und Nutzen digitaler Angebote – Inhalte, Dienste und Technologien – transparent zu machen und so deren Einsatz in der Gesamtwirtschaft, Gesellschaft und Administration zu fördern. Außerdem ist der Verband kompetenter Ansprechpartner zu aktuellen Themen und Entwicklungen der Digitalbranche in Deutschland und liefert mit Zahlen, Daten und Fakten wichtige Orientierung zu einem der zentralen Zukunftsfelder der deutschen Wirtschaft. Im ständigen Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und anderen, nationalen und internationalen Interessengruppen unterstützt der BVDW ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die dynamische Entwicklung der Branche. Fußend auf den Säulen Marktentwicklung, Marktaufklärung und Marktregulierung bündelt der BVDW führendes Digital-Know-how, um eine positive Entwicklung der führenden Wachstumsbranche der deutschen Wirtschaft nachhaltig mitzugestalten. Gleichzeitig sorgt der BVDW als Zentral­organ der Digitalen Wirtschaft mit Standards und verbindlichen Richtlinien für Branchenakteure für Markttransparenz und Angebotsgüte für die Nutzerseite und die Öffentlichkeit. Wir sind das Netz.

22.03.2018 / Daniel Borchers / Pressesprecher Marketing und Handel
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