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BVDW warnt vor Überdramatisierung um Pricing-Thema

Oliver Bohl

Den Deutschen Bundestag hat eine Petition erreicht, die gegen individualisierte Preise im Online-Handel vorgehen will. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. begrüßt die Diskussion, merkt aber an, dass dynamisches Pricing, das die Datenschutzbestimmungen erfüllt, nicht nur in der Online-Welt gängig und legitim ist, sondern seit langem auch im stationären Handel.

Das Anpassen von Preisen an äußere Faktoren ist so alt wie die Marktwirtschaft an sich. Der BVDW mahnt an, die digitale Welt nicht als eine besondere zu behandeln. Preisanpassungen existieren überall und gerade auf den dominanten Online-Portalen werden diese zukünftig wahrscheinlich umfangreicher werden. „Das spiegelt aber nur ein Verhalten, das aus meiner Sicht bereits seit langem auf auch realen Märkten vorliegt“, sagt Dr. Oliver Bohl, Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Commerce im BVDW. „Verkäufer schätzen den Käufer ein, im Geschäft vor Ort vielleicht aufgrund von Optik oder ‚gezeigter Gier‘, im Digitalen eben durch Verhalten oder Equipment. Anonym war ein Nutzer bis dato auch selten im Laden um die Ecke. Schon Tante Emma wusste, wann sie eine Rabattmarke rausrücken musste, und konnte beispielsweise erahnen, wie wohlhabend ein Kunde ist.“

Der BVDW hat seine Mitglieder auf der Sitzung der Fokusgruppe Digital Commerce am 29. November 2017 in Berlin bereits über das Thema Pricing durch einen Fachanwalt informiert. Mitglieder des BVDW erhalten alle Informationen dazu bei Ricarda Wagner unter wagner@bvdw.org. 

19.01.2018 / Daniel Borchers / Pressesprecher Marketing und Handel
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