13. Dezember 2006

Lebenslanges Lernen darf kein Lippenbekenntnis werden

Berlin. Neuwahlen: Ekkehart Gerlach und Dr. Michael Galwelat Leiter des AKs Arbeitsmarkt.

Dierk Ladendorff (KWB)
Dierk Ladendorff (KWB)

Bei der letzten Sitzung der Fachgruppe Aus- und Weiterbildung in Berlin stand die Wahl der Leiter des Arbeitskreises Arbeitsmarkt auf der Agenda. Neben Dr. Michael Galwelat (cimdata GmbH), der im Amt bestätigt wurde, wählten die Mitglieder mit Ekkehart Gerlach (Deutsche Medienakademie), der zugleich Mitglied im BVDW-Gesamtvorstand ist, einen weiteren schon seit Jahren engagierten Branchenvertreter an die Spitze des Arbeitskreises. Beide sehen trotz positiver Signale bei weitem noch keinen Grund zur Zufriedenheit auf dem Arbeitsmarkt, im Gegenteil: der Mangel an Fachkräften und der Bedarf an angemessenen Standards und Angebote für die Qualifizierung von Arbeitskräften hat weiter zugenommen.

„Mit der Wahl von Dr. Michael Galwelat und Ekkehart Gerlach wird der Arbeitskreis Arbeitsmarkt der Fachgruppe über die nächsten vierundzwanzig Monate von zwei Persönlichkeiten geleitet, die sich über viele Jahre hinweg für die Verbesserung der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien und der Informationstechnologie mit großem persönlichem Engagement eingesetzt und verdient gemacht haben“, zeigt sich Dierk Ladendorff (KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V.) mit dem Wahlausgang äußerst zufrieden. „Die Leitung der BVDW-Fachgruppe Aus- und Weiterbildung begrüßt die Wahl und freut sich auf eine kooperative Zusammenarbeit.“

Die beiden frisch gewählten Arbeitskreisleiter waren sich in der Bewertung der derzeitigen Situation des Arbeitsmarktes der Digitalen Wirtschaft einig: „Trotz gegenwärtig sinkender Arbeitslosenzahlen ist der Arbeitsmarkt noch lange nicht ’über den Berg’. Der Druck auf die Beschäftigung in Deutschland wird vor dem Hintergrund der Globalisierung eher zu- als abnehmen“, so Ekkehart Gerlach. „Insoweit darf die Forderung nach Lebenslangem Lernen und nach mehr Kompetenz nicht nur den Status von Lippenbekenntnissen einnehmen, sondern erfordert ganz praktisches, ununterbrochenes Tun in fast jedem Beruf und auf fast jeder Position, von Nachwuchs- genauso wie von Führungskräften, gerade im komplexen und dynamischen Bereich der Digitalen Wirtschaft.“ Der Arbeitskreis will im Zusammenspiel mit der Fachgruppe seinen Beitrag dazu leisten, den konkreten Bedarf des Arbeitsmarktes zu erfassen und die Branche mit den nötigen Bildungsstandards und Qualifizierungsangeboten zu versorgen.

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Mit dem Voranschreiten der Entwicklung eines europäischen Arbeits- und Bildungsmarktes rückt die Frage von Transparenz und Anrechenbarkeit beruflicher und akademischer  Abschlüsse und Qualifikationen nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene immer stärker in den Mittelpunkt. Daher beteiligt sich die Fachgruppe Aus- und Weiterbildung des BVDW aktiv an der hierzu stattfindenden intensiven Diskussion auf europäischer Ebene.


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