Leseprobe: EU-Datenschutzgrundverordnung 2018 - BVDW-Praxisleitfaden

Veröffentlicht am: 14.09.2017

Mit der Datenschutzgrundverordnung wird ab dem 25. Mai 2018 ein neues Datenschutzrecht in ganz Europa gelten. Die von der EU-Kommission im Jahre 2012 begonnene Überarbeitung des Datenschutzrechts ist der Notwendigkeit gefolgt, das bisherige Recht den technologischen Entwicklungen und der fortschreitenden Digitalisierung anzupassen. Ein einheitlicher europäischer Rechtsrahmen ist grundsätzlich zu begrüßen, denn das neue Recht bringt für alle Unternehmen im europäischen Binnenmarkt mehr Transparenz. Leider ist es dem europäischen Gesetzgeber trotz jahrelanger Verhandlungen am Ende aber nicht gelungen, tatsächlich moderne und zukunftssichere Regeln für den Umgang mit Daten im 21. Jahrhundert zu schaffen. Vieles geht an den Realitäten und Anforderungen der Informationsgesellschaft vorbei. Vor allem im Umfeld der digitalen Geschäftsmodelle lässt die Verordnung an entscheidenden Stellen notwendige Differenzierungen und Risikoabstufungen im Bereich digitaler Verarbeitung von Daten vermissen. Zudem bringt das neue Recht ganz neue Datenschutzkonzepte und Verantwortlichkeiten mit sich, die den Umgang mit Daten in allen Unternehmen prägen werden. Der Gesetzgeber spricht von „privacy-by-design“ und schafft dabei mehrheitlich einwilligungsbasierte Regeln, die in ihrer Komplexität kaum zu erfassen oder rechtssicher umzusetzen sein werden.

 

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