Initiative D21: Interdisziplinärer Dialog „Denkimpulse zur digitalen Ethik“ gestartet

Veröffentlicht am: 01.09.2017

Seit Anfang 2017 widmet sich die Initiative D21 e. V. im Rahmen einer Arbeitsgruppe intensiv dem Thema Digitale Ethik, um Impulse zur Gestaltung der Digitalisierung zu geben. Nun startet die Dialogreihe „Denkimpulse zur Digitalen Ethik“, in der die in der AG Ethik entstehenden Diskussionsergebnisse sukzessive veröffentlicht werden. Damit sollen die Auswirkungen der Digitalisierung durch neue Formen der Datifizierung, Automatisierung, Virtualisierung und Mensch-Maschine-Interaktion mit einer gesellschaftlichen Bewertung und ethischer Einordnung flankiert werden. 

Ethische Grundvorstellungen in die digitalisierte Welt übersetzen 

Die AG Ethik, bestehend aus einem interdisziplinären und offenen Kreis digitalaffiner Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Netzpolitik sowie Ministerien und Verwaltungen, hat sich zum Ziel gesetzt, ethische Grundvorstellungen in die digitalisierte Welt zu übersetzen und somit durch sachliche und konstruktive Bewertung zur Orientierung beizutragen. Die so entstehenden Denkimpulse sollen den Dialog, ergänzt durch analoge wie digitale Diskussionsformate, begleiten und in öffentliche Foren tragen. 

Digitale Ethik berührt nach und nach alle Lebensbereiche 

„Ethische Fragen müssen jetzt neu betrachtet und bewertet werden, denn mittlerweile ist vieles technologisch möglich, aber die Rahmenbedingungen, wie diese Möglichkeiten gestaltet werden sollen, sind noch nicht gesellschaftlich definiert“, stellt Nicolai Andersen (D21-Vorstand und Leiter der Arbeitsgruppe, Deloitte) fest. „Digitale Ethik betrifft so viel mehr als nur das autonome Fahren. Auch Bereiche der Pflege, der Inneren Sicherheit, der Bildung, eigentlich jeder Bereich unseres Lebens wird nach und nach eine entsprechende ethische Einordnung erfordern. Mit den Denkimpulsen begleiten und unterstützen wir diesen Prozess frühzeitig“. 

Weitere Denkimpulse folgen sukzessive 

Der erste Denkimpuls in Kooperation mit der Stiftung Datenschutz liegt mit dem Papier „Grundlagen der digitalen Ethik – eine normative Orientierung in der vernetzten Welt“ auf der Webseite www.InitiativeD21.de/publikationen/denkimpulse-zur-digitalen-ethik/ vor. Weitere Ausarbeitungen und Diskussionsformate, u. a. zu den Themen Künstliche Intelligenz in der Medizin und auch der öffentlichen Verwaltung sowie dem Einsatz von Assistenzrobotern in der Pflege, werden folgen. 

Die Arbeitsgruppen der Initiative D21 stehen interessierten Akteuren grundsätzlich zur Mitwirkung offen. Dies ist ein Ausdruck der Strategie der Initiative D21, den Wandel der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit Politik, Wirtschaft und weiteren Akteuren zu gestalten. Der BVDW ist Mitglied der Initiative D21.

 
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