BVDW-Messung: Adblocker-Rate bleibt stabil

Veröffentlicht am: 21.08.2017

Der Anteil der auf dem Desktop geblockten Online-Display-Werbung lag im zweiten Quartal dieses Jahres bei 20,44 Prozent. Das ergibt die aktuelle Messung des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

Im ersten Quartal dieses Jahres lag die Rate bei 19,92 Prozent. Sie bewegt sich seit zwei Jahren in einem Korridor zwischen 17 und 22 Prozent. Stefan Schumacher (Gruner + Jahr e|MS), stellvertretender OVK-Vorsitzender, sagt: „Wir rechnen von Messung zu Messung mit gewissen wellenförmigen Schwankungen. Die derzeitige Entwicklung zeigt, dass das Thema nach wie vor sehr präsent ist. Wir müssen dabei am Ball bleiben und den Verbrauchern erklären, dass kostenfreie Dienste im Netz nur durch Werbepartner möglich sind. Wer Werbung blockt, schadet den Websites, die er nutzt, und damit sich selbst.“ Adblocking sei noch immer ein ernstzunehmendes Problem, so Schumacher weiter.

Die Auswirkungen gehen weit über die Werbebranche hinaus: Die Nutzung von Adblockern gefährdet die Finanzierung kostenfrei zugänglicher Inhalte im Internet, und damit auch den Zugang aller Bevölkerungsschichten zu hochwertigen journalistischen Inhalten. Das bedeutet in der Konsequenz einen Verlust von Meinungsvielfalt bis hin zur Möglichkeit der Gefährdung von Arbeitsplätzen.

Vor dem Hintergrund der noch immer stark steigenden mobilen Internetnutzung sei es aber erfreulich, dass das Problem im Mobile-Bereich deutlich geringere Relevanz entwickelt. „Hier liegt die Adblocker-Rate weiterhin im niedrigen einstelligen Bereich“, sagt Schumacher.

Die jüngsten Adblocker-Raten

Q2 2017: 20,44 Prozent
Q1 2017: 19,92 Prozent
Q4 2016: 17,04 Prozent
Q3 2016: 19,11 Prozent
Q2 2016: 19,43 Prozent
Q1 2016: 20,09 Prozent
Q4 2015: 21,52 Prozent
Q3 2015: 21,16 Prozent

Über die Erhebung der Adblocker-Rate

Zur Ermittlung der zentralen Adblocker-Rate erheben rund zwei Drittel der OVK-Mitgliedshäuser kontinuierlich und unabhängig voneinander den Anteil der geblockten Online-Werbung auf ihren Angeboten und melden diesen dem BVDW. Der Verband veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Updates zum aktuellen Umfang.

 
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